ROCKY
DAWUNI - ERSTMALS AUF TOUR IN EUROPA – SOMMER 2008
THE NEW AFRICAN REGGAE SUPERSTAR
Während
Deutschland und ganz Europa einen großartigen
Künstler bereits über viele Jahre verschlafen hat,
ist Rocky Dawuni in Afrika
und Amerika schon ein gefeierter Star. Nun endlich ist es so weit,
Emmanuel
Kormedoda von Talking Drum Productions ist es gelungen Rocky Dawuni
für eine
Europatournee zu gewinnen. Die bisherigen Planungen
beschränken sich auf den
Zeitraum Juni-August 2008.
Den meisten hiesigen Veranstaltern ist Rocky noch
nicht so geläufig, was sich nach dieser Tour sicher gravierend
ändern wird. Immerhin hat es Rocky bereits fertiggebracht eine
Massive von bis zu 50.000 Leuten auf die Beine zu bringen. In
Vorbereitung der Tour soll deshalb hier versucht werden, dem hiesigen
Publikum einen interessanten Künstler in Wort und Bild und
natürlich mit einigen Hörbeispielen etwas
näher zu bringen. Besonders der Klang seiner Stimme
dürfte viele Bob Marley Fans aufhorchen lassen. Allerdings
präsentiert Rocky nicht nur Reggae. Seine Musik
enthält ebenso viele Elemente des Afro Beat, Dub, Hip Hop und
traditionelle afrikanische Rhythmen. Die Live-Szene darf auf ein
vielseitiges Programm hoffen.
Zur Person:
Rocky Dawuni stammt aus Ghana, der Großteil seiner Karriere
spielt sich aber gegenwärtig in den Vereinigten Staaten ab.
Ständig pendelt er zwischen beiden Kontinenten hin und her, um
seine vielfältigen Projekte zu pflegen. Rocky ist
UNICEF-Botschafter und ist darüber hinaus bei vielen
Benefiz-Veranstaltungen und Charities anzutreffen, wie bei Bono..s
Humanitarian Organisation „Inspired“ und arbeitet
bei vielen Entwicklungshilfe-Projekten mit. Der charismatische Mann mit
den langen Dreadlocks strahlt so viel Ruhe und Selbstbewusstsein aus,
dass er jeden bewegt und berührt. Er ist ein leise sprechender
Mann, der allerdings auf der Bühne das ganze Gegenteil ist und
die Massen zum kochen bringt. Rocky sieht sich als Rasta. Auf meine
Frage, wann er denn Rasta geworden und was der Grund dafür
sei, meint er Folgendes: „Rasta bin ich bereits
seit meiner Geburt." Rasta repräsentiert
für mich die Gewissheit in Beziehung zum Bewusstsein von Gott
zu stehen. Rasta als eine Bewegung, bringt ein Gefühl der
verstärkten Identität aller Afrikaner und
darüber hinaus. Das Gefühl in seiner eigenen
Vorstellung den wahren Gott zu sehen und das Verständnis, dass
Liebe der Hauptweg ist um das zu erreichen - das ist es woran ich
geglaubt habe, seit dem ich ein Kind war.“
Rocky wurde am 22.01.1969 als David Rocky Dawuni, in den
„Michel Camp Army Barracks“ geboren. Sein Vater
Koyatu Dawuni, Soldat und Local Chief von Dunbon Nayil im Yendi
District, sowie seine Mutter Asibi Dawuni, stammen beide aus dem
nördlichen Ghana. Gemeinsam mit seinem älteren Bruder
Bob verbrachte er seine frühe Kindheit im Michel Camp in Tema
in Accra. Rockys Hobby waren schon frühzeitig das Singen und
das Zuhören bei den Proben der Tanzbands, wie den
„Hot Barrels“, die in den Militärkasernen
stationiert waren. Als eines Tages sein Vater von einer
UN-Friedensmission aus dem Libanon zurückkehrte und ihm
allerlei Musikartikel und technischen Krimskrams wie
Tonbänder, Soundsysteme und Anderes mitbrachte, nahm sein
Interesse für die Musik eine ernsthafte Wendung. Als beide
Brüder ihre Sekundär- und
Universitätsausbildung beendet hatten, schmiedeten sie ihre
Absicht gemeinsam in die Musikindustrie zu gehen. In den
frühen 90-ern war es dann endlich so weit und Rocky stieg ins
Musikgeschäft ein. Seine ersten Bühnenerfahrungen
sammelte er als Sänger der Ghanaischen Reggae Gruppe
„Local Crises“ auf dem „Pan African Music
Festical“ in Accra. Seine Musik wurde dabei inspiriert von
Künstlern wie Bob Marley, Fela Kuti, Curtis Mayfield und James
Brown. Trotz seiner starken Zuneigung zu seiner Heimat Ghana,
entschloss er sich später für einige Jahre in die
Vereinigten Staaten zu gehen. Hier hake ich ein und möchte
noch einmal ganz genau wissen, warum er denn nun eigentlich in die USA
gegangen ist: „Ich stellte fest, wenn ich mich zu einem
kompetenten Musiker entwickeln will und auch in der Lage sein will
über die Welt zu reden und das in einem
größeren Umfeld, dann musste ich aus Ghana
herauskommen. Die Vereinigten Staaten und besonders Los Angeles boten
ein Milieu von verschiedenen Kulturen, Kunst und Philosophie, was zur
Entwicklung meiner Persönlichkeit half. Das war einer der
Hauptbeweggründe um in die Vereinigten Staaten zu
kommen.“
Er erweiterte dort seinen musikalischen Horizont und opferte viel Zeit
für das Schreiben von Texten und Musikaufnahmen, setzte sich
mit den unterschiedlichsten Formen der Musik auseinander und studierte
das Musikgeschäft im Allgemeinen. 1995 gründete er
dann sein eigenes Label „Aquarian Records“, in dem
nun auch sein Bruder Bob mitarbeitete und so die einst in den
Militärkasernen geschmiedeten Pläne zur
Realität wurden. Das Label ist stationiert in Accra und Los
Angeles.
1996 begann dann Rockys Stern am Reggaehimmel zu leuchten, als er mit
seiner Debütaufnahme „The Movement“ in die
afrikanische Reggaeszene hineinplatzte. Einen besseren Start konnte er
sich nicht für sein eigenes Label wünschen. Englands
führende und einflussreiche Zeitung „New
Nation“ bejubelte ihn daraufhin sogar als „Ghana..s
Bob Marley“. Sicher dürfte das etwas
übertrieben und der Euphorie geschuldet sein, aber Rockys
Stimme und Teile seiner Musik erinnern völlig unbestritten in
vielen Tunes an die große Reggae-Legende. Das Album erlangte
umgehend fantastische Kritiken, besonders auch die zwei Hit Singles
„Sugar“ und „What Goes Around“.
Das Album erschien auch in den USA und sorgte dort für Lob und
Beifall. Der Presserummel war groß. Das Video zu
„What Goes Around“ schaffte es bis auf Platz 3 der
Reggae Video Charts. Die starke Medienpräsenz des Albums war
grenzüberschreitend und ebnete ihm den Weg zum internationalen
Musikstar. 1998 erschien Rockys zweites Album mit dem Titel
„Crusade“, in dem sein Streben zur
Förderung von Liebe, Gerechtigkeit und Rechtschaffenheit stark
zum Ausdruck kam. Crusade..s erste Single und sein fesselndes Video
„In Ghana“, eine Würdigung der
40-jährigen Unabhängigkeit von Ghana, erlangte
internationalen Hitstatus in Radio und Fernsehen. Mitte 1999 begann
Rocky seine erste U.S. Sommer Festival Tour, die gekennzeichnet war vom
grandiosen Auftritt auf den Vermont Reggae Festival vor einer Massive
von 35.000 Leuten.
Im darauffolgenden Jahr unternahm er die „Africa Roots 2000
Tour“, gemeinsam mit Ishmael Isaac von der
Elfenbeinküste und Senegals Positive Black Soul. Mit Stationen
bei „NYC..S SOB..S“, das Haus des Blues in Boston,
„WOMAD USA“ in Seattle und dem berühmten
„Reggae on the River“ in Nordkalifornien,
etablierte sich Rocky als einer der
Haupt-Live-Reggae-Künstler.
Im Jahr 2001 und 2002 setzte er seine Tour durch die Vereinigten
Staaten fort, unter anderem mit Auftritten beim berühmten
Bumbershoot Festival in Seattle, WA, Reggae in the Park in San
Franzisco, dem Detroit World Music Festival und dem Fairfax World Music
Festival in Nordkalifornien. 2001 war auch das
Veröffentlichungsjahr seines dritten Albums
„Awakening“ in Ghana, mit dem der engagierte
Künstler sein Streben nach politischer Aufklärung und
spiritueller Erleuchtung fortsetzte. Rocky sieht das Album als
Katalysator für die Afrikanische Vereinigung. Mit
„I..ll Try“, der ersten Single des Albums, gewann
Rocky seinen zweiten Musikpreis in Ghana „Best Reggae Song Of
The Year“ in 2002. Den ersten Preis gewann er bereits im Jahr
2000 für die Hitsingle „In Ghana“. Mit
„I..ll Try“ kam auch das erste auf 35mm-Format
gefilmte Musikvideo in Ghana heraus, welches
überwältigend war. Im selben Jahr wurde das erste
„Rocky Dawuni Independence Splash“ ins Leben
gerufen, welches zu Ehren von Ghana..s Unabhängigkeit
abgehalten wurde.
Dieses Event findet jedes Jahr am 6. März
in Ghana statt und zieht Tausende von Fans an. Die
Fernsehübertragung vom Splash 2002 erreichte
schätzungsweise 10 Millionen Zuschauer.
In diesem Jahr, zum 51. Jahrestag der Unabhängigkeit von
Ghana, jährte sich dieses Festival inzwischen zum 8. Mal.
Soweit man versuchen würde, über diese
äußerst erfolgreiche Festivalserie
gebührend zu berichten, würde der Rahmen dieser
Kurzvorstellung gesprengt werden. Wer sich allerdings etwas
näher mit dieser Problematik beschäftigt, wird schier
fassungslos sein, warum in Deutschland und Europa noch Niemand von
Rocky Dawuni Notiz genommen und ihn nicht schon längst dem
hiesigen Publikum präsentiert hat. Im Jahr 2005 erhielt Rocky
den „Ghana..s Cultural Ambassador“ Preis und
brachte sein bisher letztes Album “Book of Changes”
heraus. Ein Album, welches wiederum diverse Musikstile gekonnt
vermischt – Elemente von Afro Beat, Dub, Reggae,
traditionelle afrikanische Musik, bis hin zu sehr rockigen Elementen.
Der Reggae-Sound kommt hier leider etwas zu kurz, aber dafür
ist es eine hervorragende Showcase für seinen Afro Roots Sound
und seinem einzigartigem Style.
Trotz dieser musikalischen Mischung auf dem letzten Album
möchte ich wissen, wen er zum heutigen Tage als seine
Lieblings-Reggae-Artists
oder Bands ansieht. Er gibt dazu an: „ Meine Lieblings Reggae
Sänger sind Bob
Marley, Dennis Brown, Garnet Silk, Toots Hibbert, Third World und Black
Uhuru.“
Na wenn das nicht auf grandiose Konzerte hoffen lässt. Wer als
Musiker solche
Namen angibt, kann die Roots-Reggae Fans ganz sicher nicht
enttäuschen.
Mehr Informationen zu seiner musikalischen Laufbahn und
seinem einzigartigem Engagement für humanitäre Zwecke
findet Ihr bei www.rockydawuni.com und auf vielen
anderen Websites, sofern man gezielt danach sucht.
Hörbeispiele die Ihr keinesfalls
verpassen solltet:
In Ghana
Jammin Nation
Sweet Bright Day
Ewurade
Copyright: Reggaestory
Mein besonderer Dank
geht an Emmanuel Kormedoda von Talking Drum Productions der mich zu
diesem
Beitrag inspiriert und dabei unterstützt hat. Weiterhin danke
ich natürlich
Rocky Dawuni für seine Zeit, die er sich für die
Beantwortung meiner Fragen und
der Überprüfung diverser Daten genommen hat.
Kontaktadresse für Buchungen
von Rocky Dawuni:
Nachtrag:
Wegen unvorhergesehener Umstände wurde die Tour von 2008 auf
2009
verschoben und mit sehr großem Erfolg durchgeführt!
Im Jahr 2010 soll deshalb eine Neuauflage erfolgen und darüber
hinaus eine Club-Tour organisiert werden.