Seitdem ist schon viel
Zeit vergangen und Fantan Mojah hat
bereits bedeutend mehr Hits als die Stücke auf „Hail
The King“ zu bieten.
Eine Fantan Mojah
Biography gibt es am Ende der
Story!
Nun war er mit der House
of Riddim Band auf Tour, die in den
Tagen davor, bereits in Österreich und der Schweiz einige
Auftritte hatten. In
Deutschland war es nach München der zweite Gig. Am 30. Mai
sollte noch ein
letzter Auftritt in Heilbronn folgen. Doch zunächst war am 28.
Mai das Berliner
Cassiopeia an der Reihe.
Das Cassiopeia befindet sich im Herzen von Berlin
Friedrichshain und ist nicht nur eine Location für
musikalische Events. Das
Gelände des Cassiopeia umfasst gegenwärtig 4000
m² und ist ein weiteres schönes
Beispiel dafür, wie man einer Industriebrache Leben und Kultur
einhauchen kann.
Erwachsene, Kinder und Jugendliche finden dort gleichermaßen
diverse
Möglichkeiten ihre Freizeit zu verbringen. Auf dem
Gelände befinden sich
verschiedene Clubs, ein Cafe, ein Biergarten, ein großer
Indoor Skate Park,
Ausstellungsmöglichkeiten und der höchste Kletterturm
von Berlin. Die
unterschiedlichsten Interessen finden damit auf dem Gelände
des Cassiopeia eine
Heimstatt.
Auch ohne Event und sportlicher Betätigung werden nur der
Besuch des Biergartens und das Anschauen der umfangreichen Graffitis
keine
verlorene Zeit sein.
Der Gig mit Fantan Mojah war für 22:00 Uhr angesetzt. Da es
unser Erstbesuch im Cassiopaia war, machten wir uns rechtzeitig auf den
Weg. Die
Unterbringung unseres fahrbaren Untersatzes gestaltete sich dabei recht
schwierig. Alle naheliegenden Strassen in Friedrichshain waren
hoffnungslos
zugeparkt. Nach halbstündiger Kurverei fanden wir reichlich
entfernt endlich
eine Lücke. Als auswärtiger Besucher ist es eben
leider etwas schwierig, auf
die private Fahrgelegenheit zu verzichten.

Am Eingangsbereich des
Geländes zum Cassiopeia
begrüßte uns
Fantan Mojah bereits von unzähligen Plakaten. In guter
Gesellschaft von Marlene
Johnson, die am 11. Juni im Cassiopeia sein wird und von Pressure, der
schon am
04. Juni im YAAM seine Show abliefern wird. Der Eingang zur
Club-Location, in
der das Konzert stattfinden sollte, war nicht ganz einfach zu
entdecken, bzw.
man konnte sich nicht sicher sein, ob die gefundene Tür
tatsächlich die
richtige war. Es gab zwar von verschiedenen Seiten die Hinweisschilder,
nur am
wirklichen Eingang fand man keinen Hinweis.
Das Clubgebäude lieferte einen interessanten Anblick,
ließ
aber einige Zweifel aufkommen, ob denn der darin befindliche Saal
groß genug
ist. Drinnen spielte schon einmal die House of Riddim Band ihre
Instrumente
ein, was unsere letzten Zweifel zum rechten Ort zerstreute. Am
Kletterturm und
im Biergarten herrschte noch Hochbetrieb. Es ging schon auf 22:00 Uhr
zu, aber
der Club selbst war noch nicht geöffnet. Nach einem
Gespräch mit Sam Gilly von
der House of Riddim Band, erfuhren wir dann auch, dass mit einem Beginn
der
Show nicht vor 0:00 Uhr zu rechnen sei. Schlechte Karten für
auswärtige
Besucher. Wir stellten uns also wieder einmal auf eine sehr lange Nacht
ein.
Als der Club schließlich nach 22:00 Uhr öffnete, gab
es
wenigstens ordentliche Musik zu hören.
Der anwesende Sound gab sich alle Mühe und spielte nahezu
einen Kracher nach dem Anderen.
So muss das sein. Jedenfalls war genau mein Nerv getroffen.
Da die meisten Besucher sich offenbar schon darauf eingestellt hatten,
dass es
im Cassiopeia nie vor 0:00 Uhr richtig losgeht, blieben die meisten
Fans noch
im Biergarten. Erst ab 0:00 Uhr füllte sich die Location
nahezu schlagartig.
Allerdings verging noch fast eine weitere Stunde, bevor sich
die Musiker erst einmal ihre Tracklisten zurechtklebten. Warum es dann
noch
einmal bis 1:30 Uhr dauern musste, bevor die Band loslegte, war schon
etwas
unerklärlich. Mit solch einem sehr späten Beginn
hatte Keiner gerechnet.
Wenigstens gab..s bis dahin wirklich ordentliche Musik vom
Soundsystem. Trotzdem war es eine Erlösung, als endlich die
Band mit ein paar
Instrumentals begann. Etwas später erfüllte dann
Fantan Mojahs Stimme den Saal
und alle verdrehten sich die Hälse, wo er denn nun sei.

Da es keinen gesonderten Bühnenzugang gibt, bahnte sich
Fantan Mojah bereits singend seinen Weg durch die Massive. Bevor alle
mitbekommen hatten, wo er nun war, hatte er die Bühne
schließlich erreicht und
die Stimmung schnellte in die Höhe. Fantan Mojah sollte man
sich als Live-Act
keineswegs entgehen lassen. Energisch und energiegeladen wie gewohnt,
peitschte
er die Stimmung ohne Atempause immer höher und als sein Hit
„Murderer“ einsetzte,
war die Stimmung auf dem Siedepunkt. Von da an ging es nicht mehr
zurück und
weitere mitreißende Stücke folgten.

Fantan Mojah und sein Manager versuchten Sam Gilly am
Schlagzeug immer noch weiter anzutreiben, obwohl dieser kaum schneller
und kraftvoller
spielen konnte. Sam leistete Schwerstarbeit und hob sich wie immer
actionmäßig
von den weiteren Bandmitgliedern deutlich ab. Musikalisch gab..s
natürlich wie
immer nichts auszusetzen. Die House of Riddim Band ist mit eine der
besten
Backing-Bands in Europa. Die Massive fotografierte und filmte wie
besessen, was
selten so großzügig erlaubt ist, wie man im
Cassiopeia erleben konnte.
Videokameras und professionelle Fotokameras werden oft nicht
zugelassen, aber
bei Fantan Mojah war das alles egal. Positiv auch, dass Fantans
Begleiter einen
Stapel Fotos verteilten, die bei den meisten anderen Künstlern
in der Regel
gekauft werden müssen, wenn es denn überhaupt welche
gibt. Mitten im Konzert
gab dann Fantan Mojah sein Mikro an Edge Michael ab. Edge Michael, der
eigentlich Mark Durloo heißt, ist der Neffe von
Reggae-Legende Peter Tosh, der
Sohn von Peters jüngerer Schwester Melzeta. Edge Michael ist
bereits mit seinem
zweiten Album „Rebel With A Cause“ seit 2007 im
Rennen. Er ließ gleich eine
CD-Kopie mit 16 seiner Titel, als Promotion, kostenlos im Publikum
verteilen.
Edge Michael ist musikalisch etwas ruhiger und nicht so stimmgewaltig
wie
Fantan Mojah, hat aber auch einige sehr schöne Roots-Nummern
auf seinem Album.

Edge Michael on Stage

Nach zwei
Stücken übernahm Fantan Majah wieder die
Führung
und zog durch bis 2:30 Uhr, bevor er die Bühne
verließ. Als es 10 Minuten
später immer noch keine Zugabe gab und die Musiker begannen
ihre Instrumente
einzupacken, war es dann gewiss, Fantan Mojah wird nicht mehr auf die
Bühne kommen.
Einfach unerklärlich. Eine tolle Show, ein geniales Publikum
und nach einer
Stunde ist abrupt Schluss!? Zusammengenommen hat Fantan Mojah maximal
45
Minuten auf der Bühne gestanden, wenn man den Auftritt von
Edge Michael und die
Instrumentals der House of Riddim Band abzieht. Das war definitiv zu
kurz.
Besonders nach dieser extrem langen Wartezeit hätte das
Publikum eine
Entschädigung verdient. Trotz Allem war dieser Gig eine
lohnenswerte schlaflose
Nacht. Das Soundsystem musste wieder seine Arbeit aufnehmen und die
Massive
über den unverhofften Schluss hinwegtrösten.
Für uns ging es
noch einmal kurz nach Backstage, um mit
Fantan Mojah noch einmal ins Gespräch zu kommen. Allgemeine
Belustigung und
Begeisterung lösten meine vorjährigen Bilder vom
Summerjam aus, als sich Fantan
Mojah mit Oberkörper frei präsentierte. Davon
möchte er unbedingt ein neues
Poster machen, meinte er, und wird es so
groß wie möglich an seine Wand hängen.

Bild 1:
Fantans Lieblingsbild vom Summerjam
2007
Bild 2:
Fantan und Peter

Fantan singt ein
Jingle für www.reggaeinberlin.de ein
Leider konnten wir nicht
mehr länger bleiben, da wir noch eine
lange Fahrt vor uns hatten und verabschiedeten uns kurz nach 3:00 Uhr.

FANTAN
MOJAH BIO:
Fantan
Mojah's mission is to ensure that the world always remembers to "Hail
The
King" from giving thanks for the break of a new dawn to the celebration
of
the sunset ..." - Balford Henry
The release of the "Hail The King" album heralds the international
arrival of a major new talent in Jamaican music but, on the strength of
his
achievements so far, Fantan Mojah already deserves his rightful place
in that
illustrious roll call of culturally inspired, and inspiring, Jamaican
artists
running from Count Ossie through Bob Marley, Burning Spear to Garnet
Silk and
Luciano on to Buju Banton, Capleton and Sizzla. Fantan Mojah was born
Owen
Moncrieffe in the fruitful country parish of St. Elizabeth, the
"cockpit
country" of the Maroons, runaway slaves long famed for their resilience
and resistance. Their unbroken link with their African ancestry has
resulted in
a latent culture that has retained much of that African oriented past
and this
is most audible in the music coming from the region and now exemplified
by the
music of Fantan Mojah.
The young Owen Moncrieffe was always motivated by music and, at the age
of nine
years, began performing at local concerts winning several talent
competitions
while still at school. His parents soon grew to understand that Owen's
sole aim
in life was to be a deejay and in order to further his musical
ambitions he
moved to Kingston. He found work there as a handyman with top Sound
System
Kilamanjaro gaining experience and gradually building up a reputation
as he sang
and deejayed over rhythms during sound checks. Initially he called
himself Mad
Killer (after dancehall deejay Bounty Killer) but he was drawn more and
more
towards a strictly conscious approach to music. In 1997 he came under
the
influence of cultural deejay Capleton who encouraged the youth to
become known
by a more spiritual name and so he became Fantan Mojah in order to
clearly
define his Rastafarian beliefs and to underline the serious content of
the
music that he felt compelled to make. His experiences as a young man
growing up
in St. Elizabeth had now become coupled with the aggressive urban
environment
of Kingston enabling him to blend an honest rural flavor with the hype
and
brutality of urban poverty and he began to create a music that was
indelibly
his and, spiritually, emotionally and artistically his new name
represented his
coming of age.
Fantan first seven-inch release "Hungry" shot to the number one
position in the Jamaican charts where it stayed for eight straight
weeks. The
anthemic "Hail the King" followed it to number one and has become one
of the most talked about, and listened to, records of 2005. The
accompanying
videos not only emphasized Fantan's visual appeal but also reinforced
his image
as the chief celebrant and armour bearer for Rastafarian music. The
telling
"Nuh Build Great Man", with Fantan in combination with Jah Cure whose
vocals were actually added at Tower Street Correctional Facility,
should leave
the listener in no doubt as to the importance and significance of
Fantan Mojah
to Kingston's current resurgence of roots and culture.
Fantan has headlined prestigious Jamaican stage shows such as East
Fest, Spring
Break, Sting, Fully Loaded, Summer Jam and the West Kingston Jamboree
and
toured extensively: to Canada for the Montreal Reggae Festival in 2004,
and in
2005 to the UK for Culture Fest and to Italy for the Rototom Sunsplash.
He has
trod his righteous path through Cayman, Barbados and Bermuda with his
uplifting
music making many new adherents to his ideals. His lyrics are concerned
with
truths that should be obvious but Fantan states them in ways that
compel the
listener to think again: for if it costs nothing at all to praise God
then why
not do it? The cost, if nothing in terms of money is everything in
terms of salvation
and here he offers a chance for reggae music to reassert itself as
positively
influential and divine.
His plans for the future are to continue spreading his message
worldwide. His
current unification with Star-Plus Entertainment and new single
“Stronger” not
only confirms his mission but also consolidates his position through
songs that
are inspirational hymns to goodness and to love, calling the faithful
to prayer
and preaching the message to the youth that evil is not unavoidable. We
urge
you to savor the talent of this very genuine and gifted young man and
we are
sure that you will join us in celebrating the richness of his vision
and
purposefulness of his mission which is, basically, about peace and love
among
all peoples of the earth.
Mein
besonderer Dank
geht an das Management des Cassiopeia,
Sam Gilly von der House
of
Riddim Band,
dem Management von Fantan Mojah und natürlich Fantan Mojah
selbst, die mit zum
Gelingen dieser Story beigetragen haben.
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