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„...Bersenbrück
geht es Euch gut???“ liegt es jedem im Ohr, wenn Ganjaman mit
strahlendem Gesicht vor und nach jedem Künstler auf unserer
Bühne steht, den nächsten Artist oder sich
Samstagsmorgens selbst ankündigt, um unter anderen sein
Frühstück mit hungrigen Fans zu teilen. Die erste
Dekade Reggae Jam ist geschafft und weitere werden folgen. Er ist
Maskottchen und fester Bestandteil der Reggae Jam Familie zugleich.
Nach „Das gleiche alte Lied“ ist er
„Jetzt“ zurück! Das neue Album von
Ganjaman
verrät bereits im Titel, wann der richtige Moment zum Handeln
gekommen ist: „Jetzt“! Mit Herzblut und aller
Vehemenz vertritt der Berliner diese Haltung und das schon seit den
Tagen der späten 80er, als ihn der Reggaevirus infizierte und
er von Macka B, Brigardier Jerry, Linton Kwesi Johnson und all den
anderen Pionieren nicht genug bekam. Zehn Jahre nach dem Erscheinen
seines Debüts „Resonanz“ ist die Frage nach dieser
längst hinfällig geworden: Seine Lieder laufen nicht
im Radio oder Fernsehen, in den meisten Musikmagazinen findet er nicht
statt und doch hat er wie kein zweiter im vergangenen Jahrzehnt die
Szene zusammengeführt und vorangetrieben. Kritik und Häme
konnten ihn nicht von seinem Weg abbringen, es scheint, als
hätten sie ihn eher noch darin bestärkt, seine
Visionen zu verfolgen. |
Heute kennt jeder, der sich in der Reggaeszene
hierzulande bewegt,
seinen Namen, viele von ihnen haben ihn persönlich
kennengelernt oder
bereits mit ihm zusammengearbeitet. Er entwirft Flyer, veranstaltet
Parties, sorgt bei Konzerten und Aufnahmen für den Ton, moderiert seit
Jahren die beiden wichtigsten Reggaefestivals in Deutschland, filmt und
schneidet Videos, kümmert sich um Coverartworks, produziert Riddims,
spielt unermüdlich im In- und Ausland, singt Dubplates ein, beteiligt
sich an Soli-Samplern, Filmmusiken, Hörspiele… die
Liste seiner Aktivitäten scheint endlos. Eins verbindet sie
alle: Es geht ihm nicht um die Darstellung seiner Person, sondern immer
um die Musik und deren Inhalte. „Der Wunsch nach
Gerechtigkeit entsteht durch den momentanen Mangel an
Gerechtigkeit“, und so schlicht und einfach diese Aussage
auch
wirken mag, sie zwingt Ganjaman dazu, nicht aufzuhören, seine
Botschaften zu vermitteln. Er gibt keine konkreten
Lebensratschläge, was ein Mensch seiner Meinung nach tun oder
lassen sollte. Vielmehr sollen seine Lieder Kraft spenden und die
Hoffnung auf eine bessere Zukunft erhalten. Das vierte, nun erschienene
Album „Jetzt“, ist eine weitere Manifestation
seines
Gedankenguts und umfasst 18 Stücke, die mit Gastauftritten von
Perfect, Crosby, Uwe Banton, Junior Randy und Ephraim Juda aufwarten.
Musikalisch hat Ganjaman neben zahlreichen Eigenproduktionen
Unterstützung aus Jamaika, Frankreich, Österreich, Schweden,
der Schweiz und Deutschland bekommen.
Seid gespannt, wenn Ganjaman mit neuem musikalischen Material die
Bühne des Reggae Jams stürmt und wer bis dahin nicht
warten möchte, besorgt sich ganz schnell das Album! Haben wir
gerade ein: „Wann“ gehört? -
„Jetzt“! |
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