In Vorbereitung des diesjährigen This Is Ska, schauten wir
schon einige Tage auf die Wetterprognosen. Tag für Tag
veränderten sich die Zeiträume an denen es regnen
sollte. Irgendwann hatte ich die Nase voll und schaute mir das nicht
mehr
an. Man kann es sowieso nicht ändern und muss vorbereitet
sein. Tatsächlich hatte es das Festival dann am
Freitag erwischt und die Running Order musste wegen einer
zeitweiligen Unterbrechung etwas umgestellt werden. Letztendlich kamen
aber alle geplanten Acts zum Zuge.
Gefreut hatten wir uns natürlich besonders auf Susan Cadogan
und Stranger Cole, jeweils zusammen mit den Steadytones.
Darüber hinaus erwarteten wir mit Spannung die Auftritte von
Otis Gayle und Natty Bo, beide im Gespann mit The Savoys. Weniger
spannend, aber natürlich wie immer mitreißend Oxo86,
da diese nun zum dritten Mal in Folge das This Is Ska, beehrten. Aber
schaut euch einfach die Running Order an, die noch ein paar weitere
gestandene Artists neben ein paar Neuigkeiten
enthält.
Aber genug der Vorrede und auf zur Wasserburg von Rosslau.
Hier nun zum Einstieg die ursprüngliche Running Order der
2024er Edition (Für die Details bitte
Großformat über "Grafik anzeigen" aufrufen):
Neben den Bühnenshows wird es natürlich noch einige
Sounds geben, die nicht ungenannt bleiben dürfen (siehe
nachfolgenden Flyer).
Darüber hinaus werden am Freitag wieder ein Ska-Quiz und am
Samstag ein paar Talkrunden an der Tentstage stattfinden.
Für die Unterhaltung der Ska-Gemeinde ist also wieder bestens
gesorgt. Aber das sehen wir natürlich nicht so eng, denn wer
schon einmal dort war, oder wenigstens einen Festivalbericht bei uns
studiert
hat, wird wissen, dass es beim TIS nicht nur um Ska geht. Der
Übergang
zu Rocksteady und Reggae ist fließend und so werden die
Nachfolger des Ska und dessen Fangemeinden natürlich auch
bedient. Hin und wieder geht es zwar etwas härter zur Sache,
aber es
wird ja niemand gezwungen jeden Act mitzunehmen.
Donnerstag -
20.06.2024
Wir treffen so ziemlich pünktlich ein, oder zumindest so,
dass wir noch ein beträchtliches Stück vom ersten
Punkt der Running Order
mitbekommen. Wir sind zum Glück nicht die einzigen Besucher
des gut gefüllten Platzes an der Zeltbühne, die noch
gar nicht richtig mitgeschnitten haben, dass die ersten drei "Bands"
nur Soundsystems sind. Hätten wir uns die Flyer im Vorfeld
genauer angesehen, hätten wir gewusst, dass uns erst einmal
ein
Soundsystem-Menü auf Mexikanisch serviert wird. Die Musik ist
ja
wirklich gut, aber die mexikanischen Einlagen, die vom mitgereisten
Fanclub der Mexikaner ausgiebig gefeiert werden, ist dann auf Dauer
etwas viel oder gewöhnungsbedürftig.
Bei einem Urlaub in Mexiko wäre man da natürlich
begeistert.
Live Video:
Voller Platz an der Zeltbühne
Als dann
auf der Stage das Programm eröffnet wird, gibt es mit The
Nö den ersten harten Brocken zu verdauen, dies zumindest
soweit es die Liebhaber "altmodischer" Musik betrifft. Die Hamburger
Truppe hat ihr Set nämlich überwiegend in Richtung
Punk ausgerichtet. Ska, Rocksteady oder Reggae ist da eher selten zu
hören. Beim TIS 2022 hatte die Band mit über 22
Auftritten in drei Tagen einen Weltrekord hingelegt, der aber dieses
Jahr nicht überboten werden soll.
Live Video:
The Nö - Freitag Nacht (Specials Cover) + Andi Bar
Nach dieser ruhigsten Stelle des Sets, kommt die Band wieder auf
Hochtouren und präsentiert mit "Andi Bar" noch einmal
ihre punkige Seite. Sehr witzig die Sache mit den Schildern "Andi"
und "Bar", die das Publikum wahlweise nach vorn oder hinten dreht. Das
ist noch einmal toll anzusehen.
Nach
einer kurzen Umbaupause kommen wir wieder einmal zum Judge Dread
Memorial. Der Magie dieser Show kann man sich einfach nicht entziehen.
Ich habe sie nun schon viele Male miterleben dürfen und bin
immer wieder aufs Neue fasziniert. Florian Strober hält als
Prince of Rudeness mit den Steadytones oder den Upsessions, bzw. mit
einem Mix aus beiden Bands, die schönsten Hits des
viel zu früh verstorbenen Judge Dread am Leben. Neuerdings
gibt es auch mit "What A Big Thing" im Stil eines Judge Dread, auch
noch eigenes Material. Man darf gespannt sein, womit uns der Prince in
Zukunft noch überraschen wird.
Es fällt mir schwer, nicht wieder große Teile der
Show aufzunehmen. Allerdings habe ich heute eine schlechte
Kameraposition, die es sowieso weniger sinnvoll und schwierig macht,
vernünftige Aufnahmen hinzubekommen. Also belassen wir es bei
ein paar kurzen Ausschnitten und genießen den Rest einmal
ohne
"Arbeit".
Live Video:
The Prince of Rudeness - Judge Dread Memorial
Songs: Dr. Kitch + Up With The Cock + Big Nine + Big Seven + Y Viva
Suspenders
"Up With The Cock" heute wieder einmal mit Gummiadler. Das ist
immer besonders witzig. Sehr schade, dass dieser kurz nach den
ersten Sekunden seines Auftritts ins Publikum gereicht wird und nicht
länger im Einsatz auf der Bühne bleibt.
Es folgt ein Kracher auf den anderen und manchmal denkt man, nun war's
das, ... aber nein. Es gibt zum Glück so viele Hits, die man
nicht gleich auf dem Schirm hat. Und ohne Zugabe, die heute
gleich zweimal nötig wird, kommt der Flo
natürlich auch nicht vom Platze.
Zum Ende hin darf natürlich die eigene neue Single des
Prinzen auch nicht fehlen, die wir nicht unterschlagen möchten
(Cover siehe oben). Wir hoffen ganz stark, dass da auch noch
etwas nachwächst. Unser Fazit: "What A Big Thing" im wahrsten
Sinne des Wortes. Damit meine ich natürlich die Show. :-)
Soweit ein erster kleiner Einstand zum "Aufwärmen"
für
die
nächsten zwei Festivaltage, die dann deutlich länger
sind und
bei reggaestory.de wieder wie gewohnt viel Platz und
Bearbeitungszeit benötigen
werden.
Also dann bis demnächst auf dieser Seite und übt euch
weiterhin in Geduld!
Copyright: www.reggaestory.de
Text: Peter Joachim
Fotos: Marion & Peter Joachim
Videos: Peter Joachim
Mein besonderer Dank geht an Jörg Folta und Franze Vogel als
Veranstalter, an alle Mitwirkenden hinter den Kulissen und
natürlich an alle Künstler
des This Is Ska 2024.