
Unser
"Kühlschrank" für eine Flasche
Zur Not können wir unterwegs immer
noch etwas essen. Bei der Schlüsselabgabe dann die erste
Überraschung des
Tages. Das Schlüsselgeld beträgt jetzt auf einmal nur
noch 5 USD. Obwohl jeder
weiß, dass man uns 10 USD je Schlüssel
abgeknöpft hat und Peter das auch noch
einmal der Dame hinter der vergitterten Rezeption bestätigt,
haben wir keine
Chance. Siegessicher kramen wir unsere Tickets hervor. Ein Vermerk auf
unserem
Ticket identifiziert man schließlich als 5 USD
Schlüsselkaution. Na toll, jetzt
bescheissen die sogar schon an der Hotelrezeption. Man kann sich auf
nichts
verlassen und muss jeden Zettel genauestens kontrollieren und nach dem
Sinn von
jedem Krakel fragen. Unfassbar, verlangen 10 USD und tragen 5 USD auf
der
Quittung ein. Leicht genervt von diesem Morgenstart packen wir unsere
Sachen in
das Auto und machen uns auf die Fahrt.
Bevor wir in Richtung
Osten
aufbrechen, wollen wir noch ein Foto an einer nahe liegenden Tankstelle
aufnehmen, wo wir beim gestrigen Vorbeifahren ein großes Bild
mit Sly und
Robbie gesehen haben.

Sly & Robbie auf einer Werbetafel in
Kingston
Tony soll kurz an der
Seite
warten, hört aber nicht und tankt bei der Gelegenheit noch
einmal zu, obwohl
unser Benzin noch lange nicht verbraucht ist. Immerhin war ausgemacht,
dass wir
Benzin nur für die gefahrenen Kilometer bezahlen und nicht
noch ´ne
Extrafüllung. Als unser Foto erledigt ist, sind 1.500 Jays
oder 25 USD fürs
Nachtanken fällig. Wir haben nicht gleich so viele Jays bei
der Hand und
greifen trotz des schlechten Kurses auf den Dollarpreis
zurück. Ich gebe den
beiden Damen an der Spritpistole einen 50-er Schein. Diese wiederum
wollen
natürlich gleich ein weiteres Geschäft machen und
geben nicht etwa 25 USD
zurück, sondern wollen mich mit 1.100 Jays abspeisen. Jetzt
reicht´s mir aber,
bin schon genug genervt vom Chelsea-Betrug. Ich gebe den Damen das
Wechselgeld
zurück und verlange meine 50 USD ebenfalls zurück. So
einfach geht das aber
nicht. Das Wechselgeld stecken die Damen wieder ein und die US-Dollar
soll ich
im Tankstellengebäude an der Kasse holen. Wir suchen unsere
Jays zusammen, um
auf dieser Basis nun bezahlen zu können. Ich bezahle drinnen
und bekomme meinen
50-er wieder zurück. Nun will die Kasse aber auch noch das
Wechselgeld zurück,
was ich den Damen draussen schon gegeben hatte. Diese wiederum stellen
sich nun
plötzlich ganz dumm. Wir sind sprachlos. Großes
Gezeter und Gekeife bei den
räuberischen Damen. Die Kasse kann natürlich nichts
dafür, die wissen ja nicht,
dass das Tankpersonal zum Teil in die eigene Tasche wirtschaftet. Peter
reicht
nun von hinten das geforderte Geld aus dem Fenster. „Was
sollen wir machen? Ich
weiß wir sind im Recht, aber wie sollen wir das beweisen und
Bock auf die
Polizei habe ich auch nicht.“, meint er nur dazu. Jetzt wird
man schon am
helllichten Tage mit solchen Tricks an der Tankstelle ausgeraubt. Die
Sache
liegt uns schwer im Magen und wir können uns lange nicht
beruhigen. Das war ja
ein teurer Schnappschuss, aber warum musste der Tony auch tanken.
Peter sieht sich als
Retter des
Tages. „Du kannst dir nicht vorstellen, was abgegangen
wäre, wenn die Polizei
gekommen wäre. Den Tag hätten wir vergessen
können.“, schiebt der relativ
unbeeindruckt hinterher. Wieder eine Erfahrung reicher geworden.
Nun geht die Fahrt an der
Südküste
entlang, durch Bull Bay und Yallahs in Richtung Morant Bay. Unser
nächster
Halt ist erst in
Morant Bay geplant. Auch der Jamintel Earth Station, die auf einem
Hügel
zwischen Pomfret und Green Wall thront, schenken wir nur einen Blick
durchs
Autofenster. Wir haben andere Prioritäten
gesetzt.
Morant Bay ist ein
geschichtsträchtiger mit Ort mit unrühmlicher
Vergangenheit. Mit unglaublicher
Härte wurde dort im Jahr 1865 eine Rebellion schwarzer
Landarbeiter
niedergeschlagen. Die Anführer Paul Bogle und George William
Gordon, die nun
auf der 2-er und 10-er Banknote geehrt werden, wurden dort zusammen mit
430
Gleichgesinnten hingerichtet.

Bild 1:
Paul
Bogle
Bild 2:
George
William Gordon
1000-e weitere Beteiligte
wurden
ausgepeitscht und Hunderte Hütten niedergebrannt. Vor dem
Gerichtsgebäude
erinnert eine von Edna Manley geschaffene Statue an Paul Bogle. Nach
einem
kurzen Spaziergang durch den Ort erreichen wir das Courthouse bzw. das
was von
ihm übrig geblieben ist.


Bild 1: Morant Bay
Bild 2 + 3: Morant Bay
–
das abgebrannte Courthouse mit dem Denkmal von Paul Bogle
Das Courthouse hat eben
seine zweite
Vernichtung erlebt. Zum ersten Mal wurde das Gebäude beim
Aufstand in 1865
zerstört. Paul Bogle steht nun vor einem Haufen Schutt und
Asche. Das Gebäude
ist völlig ausgebrannt. Das Dach und die meisten Decken sind
eingestürzt. Im
Gebäudeinnern liegen noch sämtliche Gerichtsakten,
aus alten und neuen Zeiten zu
riesigen Klumpen verklebt und angekohlt, zwischen Asche und anderem
Schutt.
Erste Gräser fassen bereits in den Gebäuderesten
Fuß und die vermodernden Akten
werden bald eine gute Erde abgeben. In einer Ecke döst ein
Obdachloser vor sich
hin, ohne sich an unserer Entdeckungstour zu stören. Alles ist
frei zugänglich.
Offenbar hat man kein Interesse daran, von den Akten noch etwas zu
sichern. Die
Abgeurteilten werden sich sicher nicht darüber
ärgern. Für uns ist es
hochinteressant in den Resten herum zu lesen. Das wäre
eine tolle Fundgrube für Historiker und
Ortschronisten. Liebend gerne würde ich hier noch etwas
herumkramen. Leider
passt das zeitlich nicht in unseren Tagesplan.
Hinter den Ruinen
befindet sich
noch eine verwilderte Bastion, von der ein paar alte und teilweise
zugewachsene
Kanonen aufs Meer hinauszeigen. Hinter der Brüstungsmauer, am
Rande der
Böschung, befindet sich ein Grabstein, der an die Toten der
Hinrichtung von 1865
erinnert. Wir sind ein wenig betroffen, warum man einen derart
geschichtsträchtigen Ort auf diese Weise verkommen
lässt. Unabhängig von der
Ehrung der eigenen Nationalhelden, sollte sich doch hier der eine oder
andere
Touristendollar einspielen lassen, wenn man das Gelände
einschließlich
Gerichtsgebäude mit den entsprechenden Informationen als
Museum betreiben
würde.

Auszug aus einem
alten Gerichtsurteil


Bild 1:
Verkohlter Aktenberg im Courthouse
Bild 2 + 3: Auf
der Bastion hinter dem Courthouse
Bild 4:
Gedenkstein für die Toten der Hinrichtung von 1865
Wir machen uns wieder auf
den Weg.
Nächstes Ziel soll der östlichste Punkt der Insel mit
dem Morant Point
Lighthouse sein. Als wir Golden Grove erreichen und nach dem richtigen
Weg
fragen, der von diesem Ort zum Leuchtturm führen soll, erleben
wir die nächste
Überraschung. Die Einheimischen schütteln mit dem
Kopf. Es besteht keine Chance
dieses Ziel zu erreichen. Die letzten Stürme sollen einen Teil
der Zufahrt
weggerissen haben und das Durchkommen mit einem Auto unmöglich
gemacht haben.
Da lässt sich nichts machen. Alternativplan wäre der
Besuch von Bath mit seinen
Botanischen Gärten und den Mineralquellen. Das wäre
von hier aus in etwa
ähnlich so weit, nur in westlicher Richtung. Peter
rät ab. „Da ist nicht so
wirklich was anzusehen und noch eine Badzeremonie willst Du doch sicher
nicht
mitmachen.“, ist seine Meinung dazu. Also verzichten wir auch
auf diesen
Programmpunkt. Immerhin haben wir noch genügend andere
Möglichkeiten den Tag
auszufüllen.
Bevor wir zu den Reach
Falls
fahren, machen wir noch zwei Pausen an der Küste. Eine davon
in Hectors River,
wo man am relativ neuen „Under The Rock“ Beach eine
Gaststätte eingerichtet
hat. Jeden Sonntag soll es
hier
Live-Konzerte geben. Bei einem kühlen Getränk
genießen wir den Blick in die
kleine felsige Bucht. Tony und Peter holen nun erst einmal das
Frühstück nach.
Frühere Versuche schlugen leider fehl, da wir unterwegs bisher
keine geeignete
Location finden konnten. Tony wollte eben unbedingt eine ordentliche
Gaststätte
haben, wobei uns jeder Obststand und jede Rastakneipe genügt
hätte. Da Tony
aber jedem noch so kleinem Abenteuer aus dem Wege gehen wollte, war
eben
hungern angesagt.

Bucht
südlich von Hectors River

„Under
The Rock” in Hectors River
Nicht
weit nach Hectors
River
erreichen wir dann Muirton, von wo uns die Straße ein kleines
Stück bergauf ins
Inselinnere zu den Reach Falls bringt. Das Gelände ist nur
nach Entrichtung
eines Eintrittsgeldes zu betreten. Für den erwachsenen
Touristen sind das 10
USD und für Kinder die Hälfte. Einheimische bezahlen
natürlich weitaus weniger.
Mit im Preis ist ein personengebundener Führer, der auf seine
kleine Gruppe
aufzupassen und nach Wunsch Hilfestellung zu geben hat. Wir brauchen
das
eigentlich nicht und so kann sich unser Führer
überwiegend entspannen. Während
der Schließungszeiten soll es auch illegale Touren durch das
Flussbett bis
hinauf zu den Fällen geben, berichtet Peter.
Gegenwärtig ist man dabei dem
Urwald und seinem klebrigen Erdreich ein Stück Fläche
für einen Parkplatz abzuringen.
Die Bauarbeiter sind nicht zu beneiden. Von hier aus geht ein schmaler
befestigter Weg in die Schlucht hinunter. Zwischen den Bäumen
gurgelt
glasklares Wasser und sucht sich seinen Weg zwischen großen
bemoosten
Felsblöcken hindurch. In der Ferne hören wir die
Fälle rauschen. Eine beeindruckende
Natur umschließt uns. Der Weg zur Badestelle, unterhalb der
Fälle, ist nicht
weit. Ein großer Naturpool mit seichten
Einstiegsmöglichkeiten begrüßt uns. Das
Wasser sieht aus wie reinstes Trinkwasser – glasklar.


Bild 1
- 5: Reach
Falls
Das Rauschen der
Fälle vermischt
sich mit Vogelgezwitscher, Gezirpe der Grillen und vielen anderen
Naturgeräuschen, die wir nicht zuordnen können.
Zwischendurch immer wieder
ohrenbetäubender Lärm, der sich anhört als
würde ein Zug mit metallisch kreischenden
Bremsen in den Bahnhof einfahren und dann wieder in der Ferne
verschwinden.
Peter meint dazu: „Das ist ein Insekt und sieht aus wie ein
Käfer. Wenn einer
anfängt, stimmen die alle mit ein. Das geht dann ab wie eine
„La Ola“ Welle im
Fußballstadion. Wenn davon einer ins Haus gelangt,
hältst du das im Kopf nicht
aus!“ Es sind nicht viele Besucher hier und das ist gut so.
So können wir in
Ruhe das schöne Wasser und die Natur genießen.
Oberhalb der Fälle kann man auch
noch ein gutes Stück den Flusslauf erkunden. Das ist wieder
was für mich.
Völlig unberührte Natur, interessante
Felsformationen, üppige Vegetation und
immer wieder schöne Badebecken, mal ruhig und mal aufbrausend
wie ein
Whirlpool. Dazwischen sind auch Bereiche, wo man nur schwimmend
vorwärts kommt.
Hinter jeder Biegung immer wieder neue beeindruckende Einblicke in die
Natur. Irgendwann
wird es mir aber doch zu viel, da mich ständig Myriaden von
Mücken überfallen,
und ich trete den Rückweg an. Kurz danach denken wir auch
schon an die
Weiterfahrt und packen unsere Sachen zusammen. In Long Bay wollen wir
ja
sowieso noch einen weiteren Badeaufenthalt und danach einen Besuch bei
Peter-Paul Zahl machen. Long Bay ist nicht mehr
weit und
schnell erreicht, nachdem wir noch einen kurzen Stopp an einem
schönen
Küstenabschnitt eingelegt haben.


Küstenabschnitt
südlich von Long Bay mit abgestürzten
Straßenabschnitt
Als wir in den Ort
einfahren kommt
uns auf der Straße ein Mann entgegen, den ich als Peter-Paul
Zahl erkenne.
Peter will mir das nicht glauben. Nun wir werden das später
noch sehen. Wir
suchen uns erst einmal eine schöne Strandstelle für
unseren weiteren
Aufenthalt. Dann erfahren wir im Gespräch mit Peter, dass Tony
schon wieder
Probleme bereitet. Es ist einfach nicht zum Aushalten, hat der immer
noch nicht
begriffen wozu er engagiert und was seine Aufgabe ist!? Die nahe Heimat
witternd,
ist der jetzt völlig unruhig und will unbedingt nach Hause
fahren. Laut Peter
will der jetzt Feierabend machen und beruft sich auf einmal auf einen
8-Stunden-Tag. Ob der wohl auch mal im Geringsten daran denkt, dass er
die
meiste Zeit nicht zu fahren sondern Freizeit hat? Er hat gewusst worauf
er sich
einlässt, es war nie die Rede von einem bestimmten Zeitlimit.
Peter ist auch
völlig angenervt. Nie wieder Tony, stellen wir
übereinstimmend fest. Das Baden
ist uns jedenfalls erst einmal vergangen.


Bild 1
- 4:
Long Bay
Also machen wir uns
wenigstens
noch auf die Suche nach Peter-Paul Zahl, der den meisten als deutscher
Krimiautor bekannt sein dürfte, der nach Jamaica ausgewandert
ist. Auch hier
versucht Tony sofort zu bremsen und will wissen was wir dort wollen und
wie
lange wir gedenken zu bleiben. Was bildet sich der eigentlich
ein!? Sichtlich widerwillig kommt er unserem Wunsch nach. Eine Frau an
der
Straße zeigt uns den Weg. Jetzt müssen wir auch noch
„furchtbar weit“
zurückfahren. Tony hält erst einmal inne und denkt
wohl, wir lassen ab von
unserem Vorhaben. Da täuscht er sich aber. Es ist maximal ein
Kilometer, den
wir letztendlich zurückfahren müssen. Ein steiler
Sandweg führt zu Peter-Paul
Zahls Anwesen hinauf. Tony soll unten warten.
Wir sind froh, dass wir
Tonys
Gemaule für eine Weile hinter uns lassen. Wir gehen gemeinsam
mit Peter den
kurzen Weg hinauf und stehen bald darauf vor einer kleinen
Holztür, die den
weiteren Aufweg verschließt. Peter ruft ganz laut nach Peter,
der auch sofort
lautstark von weiter oben antwortet. Peter-Paul Zahl kommt zu uns
hinunter und
Peter muss zugeben, dass es tatsächlich der Mann ist, den wir
zuvor an der Straße
gesehen haben. Jetzt sind wir drei Peters auf einem Haufen.
Peter-Paul Zahl ist
sichtlich
erfreut über einen Besuch aus Deutschland und bittet uns
herein. Unser
Begleitpeter geht inzwischen zurück zum Auto, um dort zu
warten. Madlen ist
auch dort geblieben. Ob das eine gute Idee von den beiden ist?
Peter-Paul Zahl
(ppz) führt uns die Stufen hinauf zu seinem Haus, vorbei an
einem kleinen
Guesthouse, welches auch jederzeit anzumieten geht (http://ppz.irieweb.net/).
Wir machen es uns
auf seiner Terrasse gemütlich, von der man einen herrlichen
Blick aufs Meer
hat, und ppz erzählt uns in einer knappen halben Stunde nahezu
sein ganzes
Leben.

Zu Gast bei
Peter-Paul Zahl in Long Bay
Unter Anderem arbeitet er
momentan
an einer 14-bändigen Krimiserie, der „Ruffneck
Reggae Romane“, wo jede Handlung
in einer anderen Ecke von Jamaica spielt. Band 1-6 ist bereits
erschienen. Band
7, mit dem Titel „Hallo, Mama Afrika“, wird als
nächstes herauskommen. Die
Hintergründe sind absolut authentisch. Damit das gelingt,
reist ppz ständig in
die betroffenen Regionen und recherchiert gewissenhaft.
Ursprünglich konnte ppz
kein einziges Wort Patois, berichtet er uns. Gelernt hat er es
gemeinsam mit
seiner Tochter Djameela, die 1986 geboren wurde, nachdem er Herlett
Kennedy in
Long Bay geheiratet und sich dort niedergelassen hat. Das Leben als
Schriftsteller ist nicht einfach. Der Vertrieb der Bücher
gestaltet sich oft
schwierig und die Einnahmen sind gering. Verleger tun oft zu wenig,
wollen nicht
oder halten sich auch ganz einfach nicht an getroffene Absprachen. Sein
Guesthouse das „Rose Hill Cottage“, ist leider auch
nicht nur eine
Einnahmequelle. Hurrikane und Einbrüche verlangten immer
wieder Reparaturen und
Sicherheitsmaßnahmen. Die nahe Meereslage und die oft sehr
salzhaltige Luft
machen zusätzliche Wartungsarbeiten nötig. Wir
könnten ihm stundenlang zuhören.
Eines seiner Bücher, welches wir zum signieren dabei haben,
legt er immer
wieder aus der Hand und weitere Anekdoten folgen. Es sieht für
uns fast so aus,
als wolle er damit unseren Besuch ein wenig verlängern. Gerne
würden wir auch
länger bleiben und ppz will einen Tee ansetzen. Wir lehnen
dankend ab, da wir
fast wie auf brennenden Kohlen sitzen. Wenn uns nicht alles
täuscht spielt Tony
bereits verrückt. Wer sollte sonst ständig dort unten
hupen. Dann dauert es
auch nicht mehr lange und Madlen kommt zu uns hinauf und
erzählt von Tony, der
dort unten im Auto völlig austickt. „Wieviel
Gepäck habt ihr denn?“, wirft ppz
ein. „Ihr könnt auch gerne hier bleiben. Lasst doch
den Fahrer fahren!“, fügt
er hinzu. Wenn wir nicht schon das Spring-Garden in St.
Margaret´s Bay gebucht
und bezahlt hätten, würden wir das auch gerne tun.
Wenn wir ein anderes Mal
hier vorbeikommen sollten, werden wir das auch ganz sicher so
einplanen. Wir
ergeben uns also in unser Schicksal und verabschieden uns von unserem
Gastgeber.
Ergänzend und
kommentarlos gibt es
am Ende die von Peter-Paul Zahl selbst verfassten
Schriftstücke
„Bio-Bibliografie“ und „Peter-Paul Zahl
in Not!“.
Hier einige
Bücher die noch
lieferbar sind. Zu bestellen unter Anderem bei: www.beck-shop.de



Bild 1
+ 2:
„Der schöne Mann“ - Band 1 der
RURERO (Ruffneck-Reggae-Romane)
Bild 3:
„Nichts wie weg“ – Band 2 der RURERO
Bild 4:
„Miss Mary Huana“ (Teufelsdroge Cannabis) - Band
3 der RURERO
Bild 5:
„Lauf um dein Leben“ – Band 4 der
RURERO
Bild 6:
„Im Todestrakt“ - Band 5 der RURERO
Bild 7:
„Kampfhähne“ - Band 6 der RURERO
Bild 8:
Jamaica
– Beckreihe Länder
Bild 9:
„Die Glücklichen“ – Einen
Schelmenroman
Unsere Weiterfahrt ist
geprägt von
Diskussionen über Tony. Unseren Ärger über
diesen Mann, können wir nicht
verbergen. Ohne ihn wäre uns einige Aufregung erspart
geblieben, aber wer kann
das schon vorher ahnen. Weitere Stopps, die wir durchaus noch
hätten einlegen
können, verkneifen wir uns. Auch Peter sagt nichts mehr. Tony
rast wortlos ohne
Unterbrechung in Richtung Heimat, durch Boston Bay, Fairy Hill, Port
Antonio
und sage und schreibe um 17:00 Uhr sind wir bereits wieder in Bevenas
Reich, im
Spring Garden von St. Margeret´s Bay.
Trotz allem
Ärger mit Tony, können
wir aber auf eine erlebnisreiche 3-Tages-Tour zurückblicken.
Er ist inzwischen schon
wieder gut
gelaunt und verabschiedet sich fröhlich.
Im Spring Garden hat sich
leider
auch noch nichts zum Positiven verändert. Alles sieht noch so
aus wie bei der
Abreise. Ein paar kühle Red Stripe und abends Bevenas
vorzügliche Spaghettis
lassen uns den Ärger erst einmal vergessen. Mal sehen was uns
die nächsten Tage
so bringen. Den Baumfröschen ist es egal, die
singen uns so schön wie immer in den hier gewohnt
verschwitzten Schlaf.
Es geht sofort
weiter in Teil 7.2 mit der "Bio-Bibliografie" von Peter-Paul Zahl und
dem Beitrag von NAWAO
„Peter-Paul Zahl in Not!“
Copyright:
Text und
Fotos by Reggaestory
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