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ETHIOPIA AGAIN

Ein Reisebericht - Teil 9
23.09.2015 – Awash Nationalpark
(12.01.2008 nach dem äthiopischen Kalender)

Ethiopia Again Wir befinden uns im Genet Hotel von Awash und müssen heute mal nicht ausziehen. Der nahe liegende Awash Nationalpark soll uns ein volles Tagesprogramm bieten. Dabei werden wir mehrfach die Grenze von Oromia und Afar überschreiten, da sich der Nationalpark in beide Landesteile erstreckt. Erstes Ziel sind die Filwoha Hot Springs und danach geht´s zu den Fällen des Awash.
Obwohl wir den ganzen Tag Zeit haben und keinen Ortswechsel im Plan haben, heißt es wieder zeitig frühstücken. Im Awash Nationalpark kann es recht heiß werden und der Weg zu den heißen Quellen ist eine Piste über Stock und Stein. Da ist es besser unseren gewohnten Rhythmus beizubehalten.
Obwohl unser Hotel einen recht komfortablen Eindruck macht, ist der Speiseraum in einem gesonderten Gebäude über dem Hof. Gestern Abend war es dort recht heiß und stickig drin. Je nach Wetterlage gibt es aber auch noch draußen ausreichend Sitzgelegenheiten und ein paar Kellnerinnen, die sich um die Gäste kümmern.

Ethiopia - Awash - Genet Hotel

Bild 998: Awash - Genet Hotel

Um 7:30 Uhr ist Abfahrt angesagt und es geht erst einmal zurück nach Westen in Richtung Matahara auf der Straße mit der Nummer 1. Wir müssen uns zuerst am Eingang des Nationalparks einfinden, der sich nach zirka 16 km auf der linken oder südlichen Seite der Straße befindet. Neben dem einsamen Eingangsgebäude in der kargen Landschaft, stehen noch ein paar wenige Häuschen, die offenbar von Nationalparkangestellten genutzt werden. Zumindest kommt der uns zur Seite gestellte Soldat aus einem dieser Gebäude.

Ethiopia - Awash Nationalpark - Entrance

Ethiopia - Awash Nationalpark - Entrance

Ethiopia - Awash Nationalpark - Entrance

Ethiopia - Awash Nationalpark - Entrance

Bild 999 - 1.002: Am Eingang des Awash Nationalparks

Recht interessant sind auch die Preistafeln für die Besucher des Parks, die recht unterschiedlich betrachtet werden. Hier ein paar Auszüge.

Ethiopia - Awash Nationalpark - Entrance

Ethiopia - Awash Nationalpark - Entrance

Ethiopia - Awash Nationalpark - Entrance

Bild 1.003 - 1.005: Preistafel am Eingang des Awash Nationalparks

Trotz der Unterschiede sind es natürlich immer noch harmlose Preise. Ein paar Kleinigkeiten für Souvenirjäger sind hier auch noch zu haben. Das Angebot ist aber so karg wie die Landschaft. Vielleicht sind wir aber nur zu früh.

Ethiopia - Awash Nationalpark - Entrance Ethiopia - Awash Nationalpark - Entrance

Bild 1.006 + 1.007: Der "Souvenirshop" am Eingang

Recht früh scheint es auch noch für unseren Begleitschutz zu sein. Gut gelaunt sieht anders aus. Der Mann mit der Narbe im Gesicht und einer MPi auf dem Rücken, verliert keine Worte und nimmt auf dem Beifahrersitz Platz. Sieht aus wie ein in Schlachten erprobter Kämpfer. Wer beschützt uns eigentlich vor dem Beschützer? ;-)
Wovor er uns schützen soll, kommt nicht so recht zum Ausdruck. Vor wilden Tieren oder vor unfreundlichen Einheimischen? Vermutlich vor beiden, denn immerhin sind wir im Gebiet der Afar, die als unfreundlichste Bevölkerungsgruppe des Landes gilt.
Der über 756 km² große Nationalpark wurde schon zu Zeiten von Kaiser Haile Selassie im Jahr 1966 gegründet. Dereinst das Jagdgebiet von Haile Selassie, fällt der heutige Park jeweils zirka zur Hälfte seiner Fläche auf die Landesteile Oromia und Afar. Die Zuständigkeit zweier Regionalregierungen für ein Nationalpark brachte in Vergangenheit erhebliche Probleme mit sich. Erst nach dem alle Nationalparks der Ethiopian Wildlife Conservation Authority (EWCA) unterstellt worden, kamen Verbesserungen in Sachen Naturschutz und Infrastruktur in Sicht.
Wir überqueren nun die Hauptstraße in Richtung Norden und die gerade im Bau befindliche neue Straße, die ein Stück entfernt parallel der jetzigen Straße verläuft. Die alte Straße ist den heutigen Anforderungen nicht mehr gewachsen und außerdem immer wieder Überflutungen durch den Lake Basaka ausgesetzt.
Jetzt trennen uns noch zirka 28 km Schotterpiste von den Filwoha Hot Springs bzw. dem in der Nähe befindlichen Filwoha Campsite. Bis zu den Quellen sind dann noch einmal ein paar Kilometer zu wandern.

Ethiopia - Awash Nationalpark

Bild 1.008: Da hat sich doch tatsächlich ein Hindernis auf den Weg gelegt 

Nach zirka 15 Minuten Fahrzeit gibt´s den ersten Arbeitseinsatz. Es liegt eine Sperre aus verschiedenem Gestrüpp und Baumstämmen auf unserer Piste. Wer macht denn so etwas? "Kinder!", grinst Henok und zuckt mit den Schultern. Naja, wer´s glaubt. Vielleicht wollte ja jemand der Grenzlage zwischen Oromia und Afar, die tatsächlich hier irgendwo sein muss, etwas Nachdruck verleihen. ;-) Von unserem Begleitschutz ist natürlich wieder kein Mucks zu hören. Mit gespanntem Gesichtsausdruck prüft er die Gegend und beginnt wortlos die Barrikade zu beseitigen. Aber vielleicht ist es ja besser, wenn man nicht alles weiß.
Halten wir lieber nach den tierischen Bewohnern am Wegesrand Ausschau. Viele Vögel gibt es hier, die aber meistens schneller sind als wir mit der Kamera. Zum Glück sind wir wenigstens schneller als die Schildkröten. ;-)

Ethiopia - Awash Nationalpark - Turtle

Ethiopia - Awash Nationalpark - Turtle

Ethiopia - Awash Nationalpark - Turtle

Ethiopia - Awash Nationalpark - Turtle Ethiopia - Awash Nationalpark - Nashornvogel

Ethiopia - Awash Nationalpark - Dik Dik

Bild 1.009 - 1.014: Auf der Piste in Richtung Filwoha Hot Springs
Bild 1.009 - 1.012: Pantherschildkröte / Leopard tortoise
Bild 1.013: Östlicher Gelbschnabeltoko
Bild 1.014: Salt´s Dik-dik

Nach zirka einer Stunde Wegstrecke ändert sich die Landschaft ein wenig. Hin und wieder gibt es ein paar offene Stellen im Dickicht mit Palmen, Gras und Wasserstellen. Es wird deutlich grüner. Perlhühner eilen aufgeregt und spektakelnd in riesigen Scharen durch das Unterholz. Auch einige Gruppen Paviane suchen schleunigst das Weite, sobald unser Fahrzeug in Sicht kommt.

Ethiopia - Awash Nationalpark - Perlhühner

Ethiopia - Awash Nationalpark - Perlhühner

Bild 1.015 + 1.016: Perlhühner

Schließlich treffen wir am Filwoha Campsite ein. Camper sind jedoch nicht zu entdecken. Ein paar Rundhütten scheinen aber auch zur Verfügung zu stehen. Wir scheinen die ersten Besucher zu sein, die sich heute hierher verirrt haben. Eine große Ebene breitet sich vor uns aus, die teilweise aus Sand, Geröllfeldern und mit Wassertümpeln durchsetztem Grasland besteht. Auf einer Seite wird die Ebene von einer felsigen Abbruchkante begrenzt.

Ethiopia - Awash Nationalpark - Filwoha Campsite

Ethiopia - Awash Nationalpark - Filwoha Campsite

Ethiopia - Awash Nationalpark - Filwoha Campsite

Ethiopia - Awash Nationalpark - Filwoha Campsite

Ethiopia - Awash Nationalpark - Filwoha Campsite

Ethiopia - Awash Nationalpark - Filwoha Campsite

Ethiopia - Awash Nationalpark - Filwoha Campsite

Ethiopia - Awash Nationalpark - Filwoha Campsite

Bild 1.017 - 1.024: Landschaft am Filwoha Campsite

Die felsige Abbruchkante wirkt teilweise als hätte jemand eine Mauer aufgeschichtet. Die Sand- und Grasflächen werden in Abhängigkeit der Witterung und Jahreszeit teilweise von Wasser überflutet. Heute finden wir aber noch zwischen den sumpfigen Stellen unseren Weg und wandern nun zu den Hot Springs. Einige Sumpf- und Wasservögel sind aber das Zeichen dafür, dass noch genügend Wasser vorhanden ist und wir aufpassen müssen wohin wir unsere Füße setzen. An verschiedenen Stellen soll es auch Treibsand geben, was man sich gar nicht so recht vorstellen kann.

Ethiopia - Awash Nationalpark - Filwoha Campsite

Ethiopia - Awash Nationalpark - Filwoha Campsite

Ethiopia - Awash Nationalpark - Filwoha Campsite

Ethiopia - Awash Nationalpark - Filwoha Campsite Ethiopia - Awash Nationalpark - Filwoha Campsite

Ethiopia - Awash Nationalpark - Filwoha Campsite

Ethiopia - Awash Nationalpark - Filwoha Campsite

Ethiopia - Awash Nationalpark - Filwoha Campsite

Bild 1.025 - 1.032: Auf dem Weg zu den Filwoha Hot Springs
Bild 1.025 - 1.027: Yellow-billed stork (Mycteria ibis) / Nimmersatt, Silberreiher und andere
Bild 1.028: Graureiher
Bild 1.029: Spornkiebitz (Vanellus spinosus)
Bild 1.030: Heiliger Ibis
/ African sacred ibis

Neben den Sumpf- und Wasservögeln gibt es aber auch noch in den Bäumen allerhand ihrer Verwandten zu entdecken. Zu guter Letzt treffen wir auch noch auf Löwenspuren, die ausgerechnet in dieselbe Richtung führen wie unsere Wanderroute. Unser Beschützer mustert wieder angestrengt die Waldkanten, die mit zahlreichen Doumpalmen und Schilf eine absolut blickdichte Wand ausbilden. Also immer schön die MPi voran. ;-)

Ethiopia - Awash Nationalpark - Filwoha Campsite

Ethiopia - Awash Nationalpark - Filwoha Campsite Ethiopia - Awash Nationalpark - Filwoha Campsite

Ethiopia - Awash Nationalpark - Filwoha Campsite - Lion

Ethiopia - Awash Nationalpark - Filwoha Campsite

Ethiopia - Awash Nationalpark - Filwoha Campsite

Ethiopia - Awash Nationalpark - Filwoha Campsite

Bild 1.033 - 1.039: Awash Nationalpark - Wanderung zu den Filwoha Hot Springs
Bild 1.034 + 1.035: Zwei Arten des Bienenfressers / Bee-eater
White-throated bee-eater + Cinnamon-chested bee-eater
Bild 1.036: Löwenspur

Die Spur im feuchten Sand scheint schon etwas ausgetrocknet zu sein und damit vor einiger Zeit hinterlassen worden sein. Aber wer will schon bei dieser Hitze sicher sein, wie schnell oder wie langsam die Ränder einer Fährte austrocknen.
Schließlich treffen wir auf den ersten heißen Bachlauf und überall im Gelände auf mineralische Ablagerungen des Quellwassers, die interessante Krusten auf dem Sand- und Felsboden hinterlassen haben.

Ethiopia - Awash Nationalpark - Filwoha Hot Springs

Ethiopia - Awash Nationalpark - Filwoha Hot Springs

Ethiopia - Awash Nationalpark - Filwoha Hot Springs

Bild 1.040 - 1.042: Ablaufbach bei den Filwoha Hot Springs
Bild 1.041 + 1.042: Mineralische Ablagerungen des Quellwassers

Versteckt im dichten Schilf, unter Schatten spendenden Doumpalmen, treffen wir schließlich auf eine der Filwoha Hot Springs. Eine glasklare ruhige Wasserfläche liegt vor uns und scheint zur Erfrischung einzuladen. In der Mitte steigen beständig kleine Blasen vom Grund auf und das Wasser scheint in diesem Bereich zu simmern. Das Bild des Grundes flimmert wie eine Fata Morgana. Wer hier baden möchte muss mit mindesten 45°C rechnen und sollte sich genau überlegen wo und wie er in das Wasser geht. Zu allem Übel soll es auch noch Krokodile geben. Diese würden aber nur in den kühleren Bereichen lauern, werden wir beruhigt. Das heißt wohl ganz klar, man sollte besser im heißen Wasser baden. ;-)

Ethiopia - Awash Nationalpark - Filwoha Hot Springs

Ethiopia - Awash Nationalpark - Filwoha Hot Springs

Ethiopia - Awash Nationalpark - Filwoha Hot Springs

Ethiopia - Awash Nationalpark - Filwoha Hot Springs

Ethiopia - Awash Nationalpark - Filwoha Hot Springs

Bild 1.043 - 1.047: Filwoha Hot Springs

Es kostet einiges an Überwindung, um in das Wasser zu steigen. Wichtig ist es einen festen Stand zu haben und sich keinesfalls ins tiefe Wasser gleiten zu lassen. Niemand weiß wie er die Brühe verträgt und sollte schnell den Rückzug antreten können. Die Hitze treibt recht schnell Farbe ins Gesicht. Die Angabe von 45°C scheint mir recht untertrieben. Wer´s genau wissen will, muss also sein Badethermometer mitnehmen, sofern die Skala dafür ausreicht. ;-)
Der Vorteil an der "Aufwärmung" im Wasser, ist die nachfolgende Erfrischung an der warmen Luft, die eigentlich auch schon schweißtreibend genug war. Das mutet recht eigenartig an, aber so ist es wirklich.

Ethiopia - Awash Nationalpark - Filwoha Hot Springs Ethiopia - Awash Nationalpark - Filwoha Hot Springs

Bild 1.048 + 1.049: Bei den Filwoha Hot Springs im Doumpalmwald

Erfrischt verlassen wir den mit Gras und Schilf durchsetzten Doumpalmwald und begeben uns auf den Rückweg. Von hier sind es zirka zwei Kilometer bis zum Standort unseres Autos und dem Filwoha Campsite.

Ethiopia - Awash Nationalpark - Filwoha Hot Springs

Ethiopia - Awash Nationalpark - Filwoha Hot Springs

Ethiopia - Awash Nationalpark - Filwoha Hot Springs

Bild 1.050 - 1.052: Auf dem Weg von den Filwoha Hot Springs zum Filwoha Campsite

Und dann noch einmal Löwenspuren. Verdammt, schon wieder verpasst! ;-) Wir könnten schwören, dass diese erst nicht vorhanden waren. Immerhin geht unser Guide denselben Weg wieder zurück, den wir gekommen sind. Man sieht noch deutlich das umgetretene Gras, oder war das etwa der Löwe? Unser Wachmann mustert jedenfalls wieder lang und eingehend jeden Busch und jede Versteckmöglichkeit im Gelände.

Ethiopia - Awash Nationalpark - Filwoha Campsite - Lion

Ethiopia - Awash Nationalpark - Filwoha Campsite - Lion

Ethiopia - Awash Nationalpark - Filwoha Campsite

Bild 1.053 - 1.055: Wo wird der Löwe nur sein?

Die Katze bleibt aber leider unsichtbar. Gesehen hätten wir sie schon recht gerne, ... zumindest so lange sie keinen Appetit auf uns hat. Dafür treffen wir aber noch auf ein paar Warzenschweine, mit denen aber auch nicht gerade zu spaßen ist.

Ethiopia - Awash Nationalpark - Filwoha Campsite

Bild 1.056: Ein Wasserbock oder Defassa Waterbuck leider zu weit weg für das perfekte Bild

Ethiopia - Awash Nationalpark - Filwoha Campsite

Ethiopia - Awash Nationalpark - Filwoha Campsite - Warzenschweine

Ethiopia - Awash Nationalpark - Filwoha Campsite - Warzenschweine

Bild 1.057 - 1.059: Warzenschweine in der Nähe des Filwoha Campsite

So treffen wir ohne besondere Vorkommnisse wieder an unserem Auto am Filwoha Campsite ein. Auch dort hat der Löwe vorbeigeschaut und niemand hat ihn gesehen. Das Personal hat nur hinterher seine Spuren im Sand entdeckt. Tagan ist zur Rückfahrt bereit. Auf die Frage warum er nicht mitgekommen sei, antwortet er grinsend: "Ich war baden. Gleich da drüben.",  und zeigt zur naheliegenden Felswand von wo ein leises Rauschen zu uns dringt. Haha, aber so schön heiß wie bei uns war es dort sicher nicht.
Fahren wir nun zurück nach Awash und legen im Genet Hotel unsere Mittagspause ein.

Ethiopia - Awash Nationalpark - Perlhühner

Ethiopia - Awash Nationalpark - Perlhühner

Bild 1.060 + 1.061: Und noch einmal Perhühner

Das Hotel ist wohl die beste Möglichkeit ein ordentliches Essen zu bekommen, obwohl wir das eigentlich gar nicht brauchen. Ein Picknick in der Natur hätte es für uns auch getan. Aber immerhin, wer der Mittagshitze im Awash Nationalpark ein wenig entfliehen möchte und eine Mittagspause einlegen will, hat durchaus die Möglichkeit ins Hotel zurückzufahren. Solche Zwangspausen sind überhaupt nicht unser Ding, aber Tagan hat wohl auch ein Problem mit dem Auto in einer Werkstatt abzuklären.
Gegen 14:30 können wir schließlich mit unserem Nachmittagsprogramm beginnen und fahren zurück zum Awash Nationalpark. Unser Ziel sind jetzt die Fälle des Awash.

Bild 1.062: Guineataube (Columbia guinea), Speckled Pigeon
Ethiopia - Awash - Speckled Pigeon

Ethiopia - Awash - Genet Hotel - Katze

Ethiopia - Awash - Genet Hotel - Katze

Bild 1.063 + 1.064: Katzen im Genet Hotel

Dabei müssen wir erneut bis zum Eingangstor des Awash Nationalparks fahren, wo wir heute Morgen schon einmal waren. Von dort geht es allerdings dieses Mal nur zirka 12 km nach Süden bis zur Awash Falls Lodge (Google Map). Auf dieser Seite der Hauptstraße Nr. 1 sind die Sandpisten aber weitestgehend eben und die Vegetation in der Landschaft ist noch dürftiger als nördlich der Straße. Die Wasserfälle liegen genau neben dieser Lodge.

Ethiopia - Awash Nationalpark - Awash Falls Lodge

Bild 1.065: Eingangstor der Awash Falls Lodge

Suchen wir ein schattiges Plätzchen für unser Auto und erkunden die Wasserfälle. Angenehm frischer Nebel, bestehend aus den winzigsten Teilchen des Awash, dringt nach oben und sorgt für Abkühlung. Also hier wäre der eindeutig bessere Platz für eine Mittagspause und zeitsparender dazu.

Ethiopia - Awash Nationalpark - Awash Falls

Ethiopia - Awash Nationalpark - Awash Falls

Ethiopia - Awash Nationalpark - Awash Falls

Ethiopia - Awash Nationalpark - Awash Falls

Ethiopia - Awash Nationalpark - Awash Falls

Ethiopia - Awash Nationalpark - Awash Falls

Ethiopia - Awash Nationalpark - Awash Falls

Bild 1.066 - 1.072: Die Awash Fälle von oben

Hier kann man es aushalten. Ein wenig Vorsicht ist aber bei eventuellen Kletterausflügen geboten. Um die Verwertung der Abgestürzten muss man sich jedoch keine Sorgen machen, denn die Krokodile lauern am Fuße der Fälle und lassen sich das Fressen nur noch in den Rachen plumpsen. ;-)

Ethiopia - Awash Nationalpark - Awash Falls

Ethiopia - Awash Nationalpark - Awash Falls Ethiopia - Awash Nationalpark - Awash Falls

Ethiopia - Awash Nationalpark - Awash Falls - Krokodile

Bild 1.073 - 1.076: Awash Falls
Bild 1.073: Einfach nur in das tobende Wasser starren
Bild 1.074: Diese Treppe auf der anderen Seite besser nicht mehr benutzen ;-)
Bild 1.075: Wer gut hinsieht kann die Krokodile am Fuß des Falles entdecken.
Bild 1.076: Die Nilkrokodile beißen nicht nur im Nil

Suchen wir uns einmal eine andere Perspektive und steigen auf halber Höhe in die Fälle ein. Während der Regenzeit wäre daran nicht zu denken, aber dafür gäbe es andere spektakuläre Bilder.

Ethiopia - Awash Nationalpark - Awash Falls

Ethiopia - Awash Nationalpark - Awash Falls

Ethiopia - Awash Nationalpark - Awash Falls

Bild 1.077 - 1.079: Awash Falls

Hier geht es nicht weiter, es lohnt sich aber für diesen Ausblick hier hinunter zu steigen. Eine weitere Abstiegsmöglichkeit gibt es direkt am Fuß der Fälle, unmittelbar hinter den Bäumen am Parkplatz vor der Lodge. Und keine Angst vor den Krokodilen, die schauen in die andere Richtung. ;-)

Ethiopia - Awash Nationalpark - Awash Falls

Ethiopia - Awash Nationalpark - Awash Falls

Ethiopia - Awash Nationalpark - Awash Falls

Ethiopia - Awash Nationalpark - Awash Falls

Ethiopia - Awash Nationalpark - Awash Falls

Ethiopia - Awash Nationalpark - Awash Falls

Ethiopia - Awash Nationalpark - Awash Falls

Bild 1.080 - 1.086: Awash Falls
Bild 1.085 + 1.086: Henok im "Regen"

Steigen wir wieder nach oben und setzen unsere Erkundungstour im Awash Nationalpark fort.

Ethiopia - Awash Nationalpark - Awash Falls Lodge

Bild 1.087: Blick zur Awash Falls Lodge

Und hier noch ein kleiner Rundgang mit bewegten Bildern und einem kleinen Vorgriff.



Video: Awash Falls & Awash Valley vom Kereyou Lodge Viewpoint (ab Bild 1.105)

Als nächstes werden wir uns nach Westen am Ufer des Awash entlang begeben. Dort befinden sich die Zeltplätze Gotu Camp Sites und Awash River Campsite (Google Map). Die Vegetation ist etwas grüner als weiter entfernt vom Fluss und sorgt für eine höhere Artenvielfalt. Dazu gehören heute zum Glück keine Camper, aber außer ein paar Vögel und Affen können wir niemand weiter entdecken. Schöne Plätze sind es allemal, die aber schon bedeutend bessere Zeiten erlebt haben müssen. Es gibt ein paar Feuerstellen, einige reparaturbedürftige verwitterte Bänke und Tische und sonst nichts. Wer hier zelten möchte, sollte nicht mit den falschen Vorstellungen anreisen. Es ist Wildnis!

Ethiopia - Awash - Nationalpark

Ethiopia - Awash - Nationalpark Ethiopia - Awash - Nationalpark

Ethiopia - Awash - Nationalpark - Monkey

Bild 1.088 - 1.091: Vögel und Affen an den Campingplätzen
Bild 1.089: Senegaltriel / Senegal thick-knee
Bild 1.090: Blaunacken-Mausvogel / Blue-naped mousebird
Bild 1.091: Grivet Monkey / Äthiopische Grünmeerkatze - Verschwindet ja, sonst gibt´s mit dem Knüppel!

Um der Sache etwas Nachdruck zu verleihen, wird gleich von einem "Kollegen" das Auto angegriffen und am Scheibenwischer herummontiert. Dann will er sogar hinein, und wir schaffen es gerade noch die Fenster zu schließen. Besser ist es, denn was die einmal in die Finger kriegen und in den Busch schleppen, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit verloren.

Ethiopia - Awash - Nationalpark - Monkey Ethiopia - Awash - Nationalpark

Bild 1.092 + 1.093: Der Piratenaffe und ein Bienenfresser

Verlassen wir die Flussaue wieder und begeben uns auf die Suche nach dem Wappentier des Awash Nationalparks. Bisher haben wir es leider noch nirgends zu Gesicht bekommen. Die Oryxantilopen oder speziell die Beisa Oryx, leben mit Ausnahme alter Männchen in Herden von bis zu 40 Tieren. So schnell sollten wir sie also nicht übersehen. Doch so sehr wir uns auch bemühen und welche Pisten wir auch abfahren, die Oryx bleiben verborgen.

Ethiopia - Awash Nationalpark

Bild 1.094: Awash Nationalpark südlich der Straße Nr. 1

Dafür gibt´s ein paar andere Tiere wie Wildkatzen, Trappen, Dik-diks und natürlich immer wieder Pantherschildkröten zu sehen. Dazwischen ab und zu ein paar Kamelhirten, die aber auch nicht wissen wo sich die Oryx gerade herumtreiben.

Ethiopia - Awash Nationalpark - Wildcat

Ethiopia - Awash Nationalpark - Wildcat

Bild 1.095 + 1.096: Afrikanische Wildkatze oder Falbkatze / African Wildcat

Ethiopia - Awash Nationalpark - Trappen

Bild 1.097: White-bellied bustard (Eupodotis senegalensis), eine Trappenart

An vielen Stellen breiten sich auf dem Sand goldgelbe Blütenteppiche aus, die in der Abendsonne besonders prächtig leuchten. Die Pflanzen bilden lange holzige Triebe aus, die locker auf dem Untergrund liegen.

Ethiopia - Awash Nationalpark

Ethiopia - Awash Nationalpark Ethiopia - Awash Nationalpark

Ethiopia - Awash Nationalpark

Bild 1.098 - 1.101: Gelbes Blütenmeer im Awash Nationalpark

Die Schatten werden langsam immer länger, und die Oryx tun uns nicht den Gefallen auf der Showbühne zu erscheinen. Viel Zeit bleibt uns heute nicht mehr das Wappentier aufzuspüren. Aber egal, wir werden wegen den Oryx natürlich nicht alle Pisten abfahren und uns unnötig unter Druck setzen.

Ethiopia - Awash Nationalpark - Leopardenschildkröte

Ethiopia - Awash Nationalpark - Leopardenschildkröte

Ethiopia - Awash Nationalpark - Salt´s Dik-dik

Bild 1.102 - 1.104: Pantherschildkröte und Salt´s Dik-dik

Wir besuchen flussabwärts, also in Ostrichtung, noch einen schönen Aussichtspunkt, von dem man weit in die vom Awash ausgegrabene Schlucht blicken kann. Eigentlich befand sich hier einmal die Kereyou Lodge (Google-Map), die aber momentan nicht in Betrieb ist. Bei einigen Bungalows kann man kaum unterscheiden, ob sie noch nicht fertig oder schon wieder Ruine sind. Zahlreiche Wohnwagen stehen im Gelände, die auch für Unterkünfte vorgesehen sind. Ein paar Bauleute werkeln im Gelände herum und holen das nötige Anmachwasser aus einem fast ausgetrockneten Pool mit grüner Brühe, der ein Stück entfernt an der Felskante liegt. Auf uns wirkt das ganze Projekt wie vergebliche Mühe. Eigentlich ist hier gar nichts, ausgenommen von dem schönen Blick ins Tal. Dazu gibt es aber noch ein Restaurant an der Felskante, das sogar in Betrieb ist. Wir haben allerdings das Gefühl die einzigen Gäste des Tages zu sein. Die Bedienung scheint recht froh zu sein etwas Unterhaltung zu bekommen. So genießen wir bei einem kühlen äthiopischen Bier die Aussicht und vergessen die Oryx.

Ethiopia - Awash Nationalpark - Kereyou Lodge

Ethiopia - Awash Nationalpark - Kereyou Lodge

Ethiopia - Awash Nationalpark - Kereyou Lodge

Ethiopia - Awash Nationalpark - Kereyou Lodge

Ethiopia - Awash Nationalpark - Kereyou Lodge

Ethiopia - Awash Nationalpark - Kereyou Lodge

Bild 1.105 - 1.110: Ausblicke von der Kereyou Lodge in das Tal des Awash

Ethiopia - Awash Nationalpark - Hase
Inzwischen beginnt im Canyon unter uns schon der Sonnenuntergang, und die Dunkelheit beginnt sich in der Tiefe immer weiter auszubreiten. Hier oben wird es noch ein wenig länger dauern, aber wir begeben uns trotzdem wieder so langsam auf den Rückweg.
Die letzten Kilometer im Awash Nationalpark bis zur Hauptstraße halten aber leider auch keine Oryxantilopen für uns bereit. Auch der Hase am Wegesrand weiß leider wieder einmal von nichts. Also fotografieren wir wenigstens noch die Kamele, um nicht zu vergessen, dass diese auch hier unterwegs waren. Natürlich sind das keine wilden Kamele. Irgendwo gibt es immer einen Hirten, der meistens nie lange auf sich warten lässt, sobald man anhält und das Auto verlässt.

Bild 1.111: Mein Name ist Hase

Ethiopia - Awash nationalpark - Kamele

Bild 1.112: Kamele im Awash Nationalpark

Ethiopia - Awash - Genet Hotol - Amharische Kellnerin
Also geht es ohne Oryxsichtung zurück nach Awash zum Genet Hotel und unserem Abendessen.
Morgen früh werden wir noch einmal unser Glück versuchen und zum Nationalpark zurückkehren. Henok ist nicht zufrieden mit sich und möchte unbedingt an die Oryxantilope einen Haken machen. Im Awash Nationalpark gewesen zu sein und keine Oryx gesehen zu haben, geht für ihn gar nicht. Dafür will er sogar eher aufstehen und losfahren als ursprünglich gedacht. Eigentlich müssen wir ja morgen nach Harar und somit weiter nach Osten in die entgegengesetzte Richtung fahren. Uns soll´s recht sein. Kein Problem.

Bild 1.113: Amharische Bedienung im Genet Hotel von Awash - Alle Kellnerinnen haben hier solche langen Haare - Echt oder unecht? ;-)

Wir sehen uns morgen früh in aller Frische an dieser Stelle wieder. Gute Nacht! 

Copyright: www.reggaestory.de
Fotos: Marion & Peter Joachim
Text + Videos: Peter Joachim

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Äthiopische Flagge 2013