ETHIOPIA - THE SOUTH
Ein Reisebericht - Teil 13 12.06.2019 – Arba Minch - Shashemene
- Lake Langano (05.10.2011 nach dem äthiopischen Kalender)
Heute
verlassen
wir Arba Minch in nördlicher Richtung und kehren im Laufe des
Tages wieder in die Region Oromia zurück. Kurz hinter der
Regionalgrenze befindet sich Shashemene, wo wir uns schon am Tag 2 und
3 unserer Reise aufgehalten haben. Heute werden wir dort unsere
Mittagspause einlegen. Danach geht es weiter zum Lake Langano, wo wir
im Sabana Beach Resort die nächste Nacht verbringen werden.
Da die heutige
Strecke mit maximal 350 km recht lang ist, haben wir auch keinen
bestimmten Tagesplan. Wir hätten da zwar einige Ideen, was man
so noch einbinden könnte, aber da Mastu erst
für 9:00 Uhr die Abfahrt angekündigt hat,
können wir alle Ideen für uns behalten.
Allein, dass wir wieder nach Shashemene kommen, birgt ein unheimliches
Betätigungsfeld. Dieses will aber Mastu aufgrund seiner
zurückliegenden Erfahrungen auf der Herreise, garantiert nicht
bearbeiten.
Bild 1.243: Die Bajaj-Fahrer warten auf
Gäste - Ein Stück vor der Paradise Lodge mit Blick
auf die Medhane Alem Church von Arba Minch
Bild 1.244:
Blick auf das St. Mary's Monastery am Berghang (rechte
Bildhälfte, Mitte)
Da wir bis Shashemene überwiegend die identische Strecke in
der Gegenrichtung von Tag 3 fahren, kommen uns
natürlich viele Dinge und Ausblicke bekannt vor. Dennoch wird
es uns nicht langweilig, da die veränderte Perspektive vieles
neu erscheinen lässt und man sowieso nie die Augen
überall haben kann.
Bild 1.245 +
1.246: Fluss und Wasserfall
auf Zeit, kurz nach der ehemaligen Provinzgrenze von Gemu-Gofa
Anderthalb Stunden später haben wir schon die ehemalige
Provinzgrenze von Gemu-Gofa überschritten. Die
Regenfälle der letzten Tage haben die Flüsse
gegenüber unserer Herreise noch ein Stück anschwellen
und die Wasserfälle breiter werden lassen. Über
Wasserknappheit muss sich momentan niemand Sorgen machen (Vergleiche
Bild 193 + 194 am Tag
3).
Bild 1.247:
Holzkohle für den
Verkauf am Straßenrand - Von Region zu Region sieht man
unterschiedlich gestaltete "Sackverlängerungen" oder
"Mützen"
- Bei Fotos
ist besser Eile geboten. Nicht jeder Köhler möchte
seine
Säcke fotografieren lassen. (Vergleiche nach Bild 1.115 in
"Ethiopia
Again" - Teil 10)
Weiter geht es in Richtung
Woleita Sodo
(auch Wolayta Soddo), wo wir heute unsere Kaffeepause einlegen. Wir nutzen dafür den
großen Vorplatz des Abebe
Zeleke Hotels, dessen riesige
sattgrüne Wiese wieder mit zahlreichen Sitzgelegenheiten und
Sonnenschirmen ausgestattet ist. Heute haben wir Glück, da uns
das Wetter dieses Mal keinen Strich durch die Rechnung macht. Letztens
war uns das Freigelände wegen Regengefahr nicht
vergönnt, und wir
mussten ein kleines Restaurant am Rande des Platzes nutzen.
Bild 1.248: Moschee irgendwo an der A7
Nach der Kaffeepause fahren wir weiter die A7 entlang in Richtung
Shashemene. Bevor wir dort eintreffen, queren wir den Alaba Woreda. Ein
traditionelles Dorf der Alaba (auch Alabe, Halaba oder auch
Allaaba), hatten wir am Tag 3 unserer Reise besucht und kurz
über diese Bevölkerungsgruppe berichtet.
Spätestens wenn man Leute mit besonders auffälligen
und hoch aufragenden Strohhüten sieht, weiß man wo
man ist. So einen Hut muss ich unbedingt haben und wir suchen einen
Verkäufer, der meinen Wunsch erfüllen kann. Es ist
gar nicht so einfach den passenden Deckel für meinen Kopf zu
finden, und ich muss das gesamte Angebot anprobieren. Jeder Hut hat
tatsächlich eine andere Größe, und
letztendlich werde ich für 250 Birr fündig.
Bild 1.249 - 1.251: Auf Hutsuche bei den Halaba
People in der Nähe von Shashemene
Jetzt müssen wir nur noch aufpassen, dass wir das kostbare
Souvenir auch unbeschädigt bis nach Deutschland bekommen. Da
hilft vermutlich am besten, den Hut auf der Heimfahrt einfach
aufzusetzen. ;-) Für Sammler traditioneller Kopfbedeckungen,
der ich aber nicht
bin, gäbe es in Äthiopien allerhand zu tun.
Bild 1.252: Wieder unterwegs - Zwischen
Alaba Kulito und Shashemene
Bild 1.253: Straßenszene in
Shashemene
Zirka anderthalb Stunden nach dem Huterwerb, treffen wir
schließlich in Shashemene ein. Dem vorausgegangen mussten wir
noch die schwere Aufgabe bewältigen, unseren Mastu zu
überzeugen, uns zur Mittagspause in der Rastafari Community
abzusetzen. Er wollte uns nämlich unbedingt wieder im
gepflegten
Haile Hotel absetzen, was allerdings überhaupt nicht
unseren Vorstellungen von Volksnähe entsprach. Letztendlich
konnten wir dann doch das
Bolt House heraushandeln, nachdem sich Mastu extra bei Ras Hailu (Siehe
Banana Art Gallery > Tag
2) telefonisch rückversichert hat, dass wir hier gut
aufgehoben sind. Danke Ras Hailu!
Bild 1.254 + 1.255: Ankunft am Restaurant Bolt
House in Shashemene
Bild 1.256 - 1.258: Im Innenhof des Bolt House
Das
Restaurant wurde dereinst von Sister Joan, der Frau von Des-I, als
Café One Love eröffnet. Erst später wurde
es in Bolt House umbenannt.
Sister Joan und Des–I sind eine
repatriierte jamaikanische Familie, die den Twelve
Tribes of Israel angehört. Sie haben sechs Kinder die
inzwischen ebenfalls den 12 Tribes beigetreten sind. So hat zumindest
diese Familie für ausreichend Nachwuchs in der Rasta Community
gesorgt. Das sieht nicht immer so aus. Besonders bei gemischten Ehen
von repatriierten Rastafaris mit äthiopischen Partnern,
schwindet der Nachwuchs an Rastafaris bei den Nachkommen deutlich, was
inzwischen den Erhalt der Community geährdet.
Bild 1.259: Altes Poster vom hiesigen
Festival "Reggae In The Rift Valley"
In
diesem Zusammenhang möchten wir noch einmal auf Carsta
Schnabels Buch "Heimkehr
aus
Babylon" verweisen, welches sich ausführlich auf 621
Seiten mit dem Thema befasst.
Linker
Zettel mit genauen Zahlungsanweisungen: Taxpayer
Name David Lee Machine
number KFD 002443 TIN No.
0020091748 Do not pay
bills without receiving a receipt
Alle anderen
Zettel enthalten ähnliche Hiweise und keine
Gerichte oder Sprüche ;-)
Bild 1.260 - 1.263: Altes Poster aus 2013 und
Malereien an
den Wänden im Bolt House mit Haile Seleassie und Empress Menen
und andere
Wir bleiben zirka eine Stunde hier und haben an der Verpflegung
natürlich überhaupt nichts auszusetzen. Und wenn,
dann würden
wir das Mastu garantiert nicht verraten. ;-)
Viertel 4 ist es dann schließlich so weit und Alex und Mastu
erscheinen zur
Abholung.
Zuvor geht es aber auch noch zur Inspektion des hauseigenen Shops, der
nicht unerwähnt bleiben darf (siehe im Video).
Bild 1.264 - 1.266: Im Bolt House von Shashemene Bild 1.266: Kellner Maurice
Und hier noch ein abschließender Rundgang per Video:
Video: Bolt House - Shashemene
Bevor wir Shashemene verlassen, müssen wir aber noch einmal
kurz am Nyabinghi Tabernakel anhalten
und die Situation von der Straße aus festhalten. Am Tag 2
unserer Reise war das leider aus verschiedenen Gründen nicht
mehr möglich. Schaut einfach zurück,
wo wir ausführlich unseren Besuch des Tabernakels schildern.
Das Tabernakel liegt nur wenige Meter in östlicher Richtung
vom Bolt House entfernt. Mastu hatte unseren Wunsch leider
schon wieder vergessen und musste zum Leidwesen von Alex noch einmal
die Kehrtwende einleiten, als dieser schon außerhalb der
Rastafari Community angekommen war.
Bild 1.267 - 1.269: Das Nyabinghi Tabernakel von
Shashemene
Kaum sind die Fotos im Kasten, kommen doch tatsächlich die
beiden Rastafari Damen um die Ecke, die uns letztens Probleme
bereitet hatten. Heute scheinen sie deutlich besser drauf zu sein und
erwidern freundlich lachend unsere Grüße.
Bild 1.270 - 1.272: Das Hauptquartier der Twelve
Tribes of Israel und das Black Lion Museum
Weiter geht es am Hauptquartier der Twelve Tribes und dem Black Lion
Museum vorbei und Mastu ist erleichtert, dass es von uns keine
Wortmeldungen mehr gibt. Er denkt nur ungern an seine
örtlichen Erfahrungen von Tag 2 unserer Reise zurück.
Bild 1.273: Africa Must Unite Gallery
Bild 1.274 + 1.275: Shop am Straßenrand
Bevor wie Shashemene endgültig verlassen, halten wir noch
einmal kurz an dem bekannten Schild mit Bob Marley. Wir sind schon
mehrmals auf unseren Touren daran vorbei gefahren. Heute nun ist es
endlich einmal an der Reihe.
Die erste Version des Bildes wurde im Jahr 2004 von Elias Samuel
gemalt. Über die Jahre wurde es dann so schlecht, dass sich Teddy
Dan im Jahr 2016 der Überarbeitung der Tafel
angenommen
hat.
Bild 1.276 + 1.277: Willkommenstafel mit Bob
Marley in Shashemene
Bild 1.278: Rückseite der Tafel -
Gute Reise
Auch die andere Seite der Tafel, die sich in unserer Fahrtrichtung zum
Abschied zeigt, wurde von Teddy Dan gemalt. Ob das nun Kunst ist oder
nicht, darüber lässt sich natürlich
trefflich streiten. Aber es ist eben Kult und gehört dazu.
Teddy Dan hat aber auch noch andere Qualitäten, auf die wir
noch kurz hinweisen möchten.
Teddy Dan oder Teddy Miller aka Tewodros, wurde in Daniel Town,
Jamaika, geboren und zog 1969 mit seiner Familie nach England. Seit
1977 ist er musikalisch aktiv und arbeitete zunächst mit Black
Slate und
Misty
In Roots zusammen. Zahlreiche weitere Reggae-Stars wie Dennis Brown,
Freddie McGregor und andere folgten. 1980 sang er zusammen mit Bob
Marley anlässlich des Geburtstages von Haile Selassie. 1994
veröffentlichte er sein Debutalbum "United
States Of
Africa". Im Jahr 2006 folgte mit "Kings Highway" sein
Zweitling. Um das
Jahr 2001 herum, kam er schließlich nach Shashemene.
Mit der Irie Vibes
Band hat er am 14. Januar 2014 das Album "Live
Ina Beljam"
veröffentlicht. Am 02.05.2015 legten sie zusammen die Scheibe "Message
From Ethiopia" nach. Teddy
Dan ist Mitglied der Twelve Tribes of Israel.
Hier auch noch zwei Live-Mitschnitte von Teddy Dan, einmal ohne
Band in Äthiopien und einmal mit
Band in Belgien.
Bild 1.279: Albumcover - Teddy Dan -
United States Of Africa - 1994 Bild 1.280: Albumcover - Teddy Dan -
Message from Ethiopia
Soweit wieder einmal ein paar Dinge zur Rastafari Community von
Shashemene, ergänzend zu den früheren Berichten von
anderen Reisen.
Weiter geht es nach Norden in Richtung Lake Langano, unserem heutigen
Etappenziel. Interessant sind im weiteren Verlauf der Strecke die
zahlreichen Grabmäler der Arsi-Oromo, die ausgerichtet zur
Straße, mit den unterschiedlichsten Darstellungen
ausgestattet sind. Heute haben wir keine Zeit mehr uns damit zu
befassen, aber wir werden morgen auf das Thema zurückkommen,
da sich dieser Bestattungskult auch noch weiter nach Norden an unserer
Strecke fortsetzt.
Wir fahren eine knappe Stunde bis zu unserem nächsten Halt.
Bild 1.281: Hinweistafel am Eingangstor
zum Abijatta-Shalla-Nationalpark (auch Abiyata-Shala oder Abijata-Shala
oder ...)
Zirka 10 Kilometer vor unserer Ankunft im Sabana Beach Resort, befindet
sich linker Hand an der A7 die Einfahrt in den Nationalpark Abijata-Shala.
Eigentlich sind wir schon zu spät um dort etwas zu
unternehmen, da
die Sonne schon recht tief steht. Geplant war es ja für diese
Tour
sowieso nicht. Mastu möchte uns aber wenigstens noch zu einem
Aussichtspunkt führen, von dem man einen schönen
Ausblick
über die umgebenden Seen hat. Um diesen Punkt zu erreichen,
"muss"
man das eingezäunte Eingangsgelände des Parks
durchqueren. Natürlich gibt es auch noch andere Wege, aber
Mastu will uns offensichtlich mit der dort eingesperrten Tierwelt
ein wenig veräppeln.
Bild 1.282: Auszug Google
Map - Lage des Haupteingangs zum Nationalpark Abiyata-Shala
(grüne Markierung untere Bildmitte) - Einfach
Bild oder Link anklicken
und weiter die Lage erkunden.
Nach unserer Anmeldung durchqueren wir zu Fuß das
weiträumige Gelände mit einem zusätzlichen
Guide der Nationalparkverwaltung, der uns etwas zur Eile mahnt. Wir
treffen dabei auf Strauße, Perlhühner, diverse
Antilopen, Gazellen und andere Parkbewohner.
Bild 1.283 - 1.286: Der Afrikanische
Strauß
(Struthio camelus) ist Besucher gewohnt. Die Männchen tragen
schwarzes und die Weibchen braunes Gefieder.
Bild 1.287 + 1.288: Für die Kinder am
Ende des Freigeheges sind wir die "Besichtigungsobjekte", ... zumindest
in dieser Jahreszeit
Hinter einem Tor am anderen Ende des riesigen Freigeheges wartet
Alex mit dem
Minibus, umringt von einer Kinderschar. Nun geht es eine
halsbrecherische Strecke bergauf, zumindest für
unseren Bus. Das wird nun sicher die letzte
Bewährungsprobe für ihn auf unserer Rundreise sein.
Dieses
Mal müssen wir sogar Steine suchen und in die Fahrrinne legen,
sonst geht es stellenweise wirklich nicht weiter. Manchmal ist es
besser, wenn man aussteigt. Aber alles kein Problem. Man muss sich nur
etwas Zeit nehmen und wir kommen wohlbehalten am geplanten Aussichtspunkt
an. Diesen kann man ganz gut auf dem Satellitenbild finden, wenn man
die
spitze Landzunge und die kleine Insel der folgenden zwei Bilder zu
Hilfe
nimmt.
Bild 1.289 + 1.290:
Der Lake Shala ...
Bild 1.291:
... und weiter nach rechts der Lake Abijata
Direkt vor uns breitet sich der Lake Shala aus und rechter Hand ist
der Lake Abijata zu erkennen. Dazwischen breitet sich eine
große Ebene mit Schirmakazien, Feldern und Weiden aus. Dort
kommt man überwiegend nur noch zu Fuß oder per
Motorrad weiter. Ein paar Pisten für Geländewagen
sind zwar auch noch hin und wieder zu entdecken, aber für uns
ist hier definitiv Schluss. Mehr ist für heute sowieso nicht
mehr machbar. Wir werden das sicher auf einer der folgenden Reisen noch
nachholen.
Bild 1.292 + 1.293: Feld- und Weidewirtschaft im
Abijata-Shala Nationalpark
Der Nationalpark umschließt die Seen Abijata und Shala und
hat eine Größe von 887 km². Der Lake
Langano gehört nicht dazu. Mit 482 km² nehmen die
Wasserflächen über die Hälfte des
Gesamtareals ein. Interessant zu sehen ist, dass jeder See
beständig eine andere Farbe hat (sie Bild 1.282), was den
unterschiedlichen Tiefen und Salzgehalten dieser abflusslosen Seen
geschuldet ist. Während man beim Lake Abijata nur auf
14 m kommt, sind es beim Lake Shala immerhin bis zu 266 m an der
tiefsten Stelle. Die Höhenlage des Parks reicht von 1.540 -
2.075 m über dem Meeresspiegel. Den höchsten Punkt
erreicht dabei der Vulkan Tulu Fike (Mount Fike) mit 2.075 m. Neben dem
heute von uns passierten Haupteingang gibt es aber noch zahlreiche
andere Möglichkeiten an allen Seiten des Parks.
Bild 1.294 + 1.295: Am Aussichtspunkt im
Abijata-Shala Nationalpark
Ein paar Einheimische sitzen unter einem Baum und ehe wir uns versehen,
ist ein kleiner Shop mit Schnitzereien aufgebaut. Es gibt bunt bemalte
Vögel, traditionelle Hütten, Autos, Hubschrauber,
verzierte Flaschenkürbisse und anderes.
Für uns heißt es jetzt langsam den Rückweg
anzutreten, da wir vor Sonnenuntergang den Park verlassen haben
müssen. Dabei müssen wir auch wieder das Gehege mit
dem Haupteingang passieren, damit alles seine Richtigkeit hat und der
Nationalpark-Guide wieder abgesetzt werden kann.
Bild 1.296: Immer schön
vorsichtig!
Bild 1.297 + 1.298:
Euphorbien / Euphorbia
abyssinica
sind als Grundstücksabgrenzung beliebt. Wir haben diese schon
oft auf anderen Touren gezeigt und ausführlich beschrieben.
Zirka 30 Minuten später haben wir die letzten Kilometer zum
Sabana Beach Resort bereits abgearbeitet, eingecheckt, das Reisegepäck in unser Häuschen verfrachtet und sind schon
wieder mitten drin im Erkundungsgang über das
Resortgelände und am Strand des Lake Langano. Bis zum letzten
Lichtschimmer nach dem Sonnenuntergang, muss natürlich jede
Tagesminute ausgefüllt werden. ;-) Und wer weiß
schon wie morgen früh das Wetter wird?
Bild 1.299: Auszug Google
Map - Sabana Beach Resort - Einfach
Bild oder Link anklicken
und weiter die Lage erkunden.
Bild 1.300:
Die Unterkünfte im Sabana Beach Resort
Bild 1.301 - 1.304: Ausblicke vom höher
liegenden Unterkunft- und Restaurantbereich zum Lake Langano
Bild 1.305 + 1.306: Sitz- und
Liegemöglichkeiten am Strand Bild 1.307: Eine einsame Nilgans ist auch
noch auf Entdeckungstour am Hotelstrand
Bild 1.308 - 1.310: Strandeindrücke -
Ohne Badeschuhe geht hier nix! Wir haben aber heute kein Bedarf mehr
das Wasser zu testen.
Der Lake Langano ist der einzige See Äthiopiens, der
bedenkenlos
zum Schwimmen von ausländischen Touristen genutzt werden kann.
In
der Saison ist er besonders das Ausflugsziel der einheimischen
Touristen aus Addis Ababa und anderen Großstädten.
Er ist
von den anderen beiden Seen sehr gut durch seine rote Farbe, wegen des
sehr hohen Sodagehalts, zu unterscheiden. Der Lake Langano ist zirka 22
Kilometer lang und 15 Kilometer breit. An seiner tiefsten Stelle misst
er 46 Meter. Er liegt auf einer Höhe von 1.587 Metern
über
dem Meeresspiegel. In Ufernähe gibt es auch einige
Warmwasserquellen, die an die vulkanischen Tätigkeiten des
Ostafrikanischen Grabenbruchs erinnern. Im Gegensatz zu den Seen Shala
und Abijata hat der Langano See einen Abfluss, der sich Horakelo nennt.
Allerdings mündet dieser nur in den Lake Abijata und ist damit
schon an seinem Endziel angelangt.
Bild 1.311: Blick zur nachbarlichen Anlage
in Nordrichtung
Bild 1.312: Baum im "Blumentopf". ;-) Was
das wohl werden soll?
Video:
Sabana Beach Resort und Aussichtspunkt im Abijata-Shala Nationalpark
Inzwischen ist die Sonne längst hinter den Bergen verschwunden
und
es wird langsam dunkel. Jetzt ist es an der Zeit,
uns für den letzten Tagesordnungspunkt vorzubereiten.
Heute
ist unser letztes Abendessen in ruhiger Atmosphäre, an dem
sich
auch Mastu beteiligt. Aus diesem Anlass hat Muluye (Zagol Ethiopia Tours)
eine Flasche guten äthiopischen Weines gespendet. Also haben
wir
unsere Urlaubskasse doch noch nicht ganz verbraucht. Aber wir haben ja
unterwegs auch noch allerhand beigesteuert. ;-) Muluye
ist zwar
heute noch nicht selbst anwesend, aber Mastu hat schon einmal die Order
für diesen Abend bekommen.
Wir sehen uns dann morgen wieder, wenn wir mit zirka 190 Fahrkilometern
zurück nach Addis Ababa fahren. Schwerpunkt des Tages werden
weiterhin der Besuch von Empress Menen und Haile Selassie in der Holy
Trinity Cathedral, sowie die große Abendveranstaltung im
Habesha
Cultural Restaurant von Addis Ababa sein.
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Fotos: Marion & Peter Joachim
Bild 1.251: Rainer Bratfisch
Text und Videos: Peter Joachim