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ETHIOPIA AGAIN
Ein Reisebericht - Teil 7
21.09.2015 – Goba - Bale
Mountain National Park - Tulu Dimtu - Tuluke - Goba
(10.01.2008 nach dem äthiopischen Kalender)
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Heute
werden wir von Goba aus in Richtung Südosten über die
Straße 90a in den Bale
Mountains National Park einfahren. Die Grenze des
Schutzgebietes beginnt nur ein paar hundert Meter hinter dem
Ort. Bis zum Tulu oder auch Tullu Dimtu, dem höchsten Punkt
des Tages, sind es nur zirka 39
km. Bis dorthin werden wir ein Höhenunterschied von zirka
2.700 bis auf 4.377 Meter hinter uns bringen. |
Warme Kleidung ist deshalb
gefragt. Dort oben kann es schon manchmal Frost geben. Der
Negativrekord liegt immerhin bisher bei ungemütlichen
-15°C. Nach all unseren Recherchen der letzten Tage auf allen
möglichen Wetterplattformen, erwarten uns heute dort oben aber
nur Temperaturen um die 10°C. Das ist auch noch frisch genug.
Große Teile der Nacht hat der Regen auf´s Dach
getrommelt, und als wir gegen 8:00 Uhr die Fahrt antreten, ist
ringsum nur "graue Suppe". Das sind keine guten Aussichten. Aber da die
Wolken recht tief zu hängen scheinen, hoffen wir weiter oben
auf Besserung.
Kurz hinter Goba befindet sich ein Schlagbaum mit einem Kontrollpunkt.
Ohne Genehmigung oder Ticket würde es hier nicht weiter gehen.
Anfangs fahren wir noch durch dichten Wald. Je höher wir
kommen umso niedriger wird aber die Vegetation. Zuerst verlassen uns
die
Bäume und ein undurchdringliches Gestrüpp aus
Baumheiden und den verschiedensten Sträuchern säumt
die weitere Auffahrt. Schon hier lohnt es sich die Augen offen zu
halten, da immer wieder die unterschiedlichsten Vögel auf
Wanderschaft am Straßenrand sind. Leider gelingen uns nur ein
paar Wackelbilder, bevor diese hühnerartigen Vögel
schnell im Dickicht verschwinden.
Als sich auch diese Vegetationszone verabschiedet, schimmert endlich
das erste Blau durch die Wolkendecke und riesige Lobelien
kommen ins Blickfeld. Leider ist gerade keine Blütezeit aber
die vertrockneten Blütenkolben sind trotzdem sehr
beeindruckend.


Bild
754 +755:
Auf dem Weg zum Sanetti Plateau in den Bale Mountains
Bild 754:
Giant Lobelia (Lobelia rhynchopetalum), auch Äthiopischer
Schopfrosettenbaum
Diese Lobelienart gibt es nur in den afroalpinen Regionen
Äthiopiens wie den Bale und den Semien Mountains und
kann nicht selten eine Höhe um die 6 Meter erreichen.
Nach der 3.900er Höhenlinie beginnt schließlich die
große Hochebene, die als Sanetti Plateau bekannt ist. Links
des Weges steht eine Funkstation und gegenüber befindet sich
ein kleines Gewässer auf dem sich alte Bekannte tummeln, die
wir schon gestern im Gaysay Grassland gesehen haben.




Bild
756 - 759:
Gewässer am Beginn des Sanetti Plateaus
Bild
759: Blauflügelgans (Blue-winged
goose)
In der scheinbar kargen aber überwältigenden
Landschaft gibt es allerhand interessante Pflanzen zu entdecken. 1.321
verschiedene Arten könnten wir finden, wenn wir die Zeit und
das nötige Wissen hätten. 123 davon gibt es nur in
Äthiopien und 23 allein in den Bale Mountains.


Bild
760 + 761:
Pflanzen auf dem Sanett Plateau - Später noch mehr
Weiter geht´s durch eine atemberaubende Landschaft. Dies auch
noch im wahrsten Sinne des Wortes. Wer die Höhe nicht
gewöhnt und auch nicht der Fitteste ist, sollte hier keine
große Sprünge machen. Wenn man mal ein paar hundert
Meter etwas herumkraxelt und sich ein wenig schneller bewegt, merkt man
schon ganz deutlich die dünne Luft.






Bild
762 - 767:
Wenige Minuten später
In dieser Landschaft muss man ganz einfach immer wieder anhalten und
sich zu Fuß auf einen Entdeckungsspaziergang begeben.
Während wir die Schönheit im Großen Ganzen
und im
Detail genießen, durchforscht Henok schon mit konzentrierten
Blicken das Gelände nach der wertvollsten Kostbarkeit des
Nationalparks. Noch ist er nirgends zu entdecken, der extrem seltene
Äthiopische Wolf.



Bild
768 - 770:
Wenige Minuten später der nächste Halt. Die Pflanzen
gemäß Bild 760 bilden überall riesige
Polster aus und sehen aus der Ferne Steinbrocken ähnlich.
Bild
768 + 769:
Eine Senke mit zahlreichen Gewässeransammlungen
Auch hier ist vom äthiopischen Wolf noch keine Spur
zu entdecken. Henok sprintet immer wieder durch die Landschaft um neue
Aussichtspunkte zu erschließen, aber noch ist der Wolf nicht
bereit in unser Sichtfeld zu treten.
Langsam rückt der Tulu Dimtu auf der rechten Seite ins
Blickfeld. Später folgt eine holprige Piste, die von unserer
Sandstraße in Richtung Norden abgeht. Dort werden wir
abbiegen, um den höchsten Punkt der Bale Mountains zu erobern.

Bild
771: Im
Hintergrund der Bildmitte der Tulu Dimtu



Bild
772 - 773:
Große Felsbrocken liegen verstreut in der Ebene
Bild
773: Rote
Flechten auf dem Gestein

Bild
774: Kurz
vor dem Abzweig zur Nordpiste in Richtung Tulu Dimtu
Unsere glatte Sandstraße, wie oben noch erkennbar, wechselt
nun in eine mit Steinen durchsetzte Piste. Hinzu kommen starke
Fahrspuren, die uns oft in beträchtliche Schieflage bringen.
So lange die Steigung erträglich ist,
geht´s ja
noch einigermaßen. Noch schnell ein paar Bilder, und dann ist
erst einmal Schluss mit der Knipserei.



Bild
775 - 777:
Der vorerst harmlose Beginn der Piste zum Tulu Dimtu
Die Eroberung des Tulu Dimtu erfolgt also bis zur Spitze mit unserem
Auto. Jetzt beginnt für Tagan die Schwerstarbeit, die ihm
trotz der Gebirgskälte den Schweiß auf die Stirn
treibt. Immer öfter beschleichen uns Zweifel ob das
tatsächlich machbar ist. Tagan zieht jetzt durch ohne weitere
Pause.
Es kracht und poltert, die Räder drehen immer wieder durch und
wir müssen uns angespannt irgendwo festhalten, um uns keine
Beulen zu holen. Interessante Aussichten müssen wir
ziehen lassen. Tagan schüttelt nur mit dem Kopf, und seine
Augen sagen alles. Wie wir zum Glück erst viel später
erfahren, hat unser Auto auch noch ein Batterieproblem. Unter dem
Gesichtspunkt verbietet sich natürlich jeglicher Stopp in
dieser Fahrtrichtung. Wenn die Kiste aus- und nicht mehr angeht,
hätten wir nämlich so richtig die Arschkarte gezogen.




Bild
778 - 781:
Geschafft - Auf dem Tulu Dimtu
Bild
781: Tagan
"The Great" - ... unsere Lebensversicherung ;-)
Unserem Fahrkünstler gebührt das erste Bild mit der
Gipfelmarkierung. Es ist tatsächlich möglich geworden
mit dem Auto hierher zu kommen. Kalt und stürmisch ist es hier
oben. Man kann sich kaum auf den Beinen halten. Bei dem trüben
Wetter ist die Aussicht sicher auch nicht so spektakulär wie
an klaren Tagen, obwohl die schnell über die
Landschaft ziehenden dunklen Schatten der Wolken immer wieder
beeindruckendes Kino sind.


Bild
782 + 783:
Unser Guide Henok und wir
Mit der Rangordnung der höchsten Berge ist man sich in
Äthiopien aber offenbar nicht so ganz einig. Mit 4.377 Metern
Höhe ist der Platz 2 keineswegs erreicht, denn allein in den
Semien Mountains, im Norden von Äthiopien, gibt es mit dem Ras
Dashen (4.450), dem Ancua (4.462) und dem Kidis Yared (4.453), drei
Gipfel die diese Marke knacken. Zu dem Ergebnis kann man zumindest
kommen, wenn man verschiedenes Kartenmaterial studiert. Da gibt es zwar
auch noch Abweichungen untereinander, aber trotzdem überragen
diese drei Gipfel in jeder Version den Tulu Dimtu. Also sollte man sich
vielleicht auf Platz 4 verständigen und dem Steinmetz eine
neue Tafel in Auftrag geben. ;-)



Bild
784 - 786:
Noch ein paar Ausblicke vom Tulu Dimtu
Auf der Bergkuppe steht noch ein unansehnlicher Funkmast, wie das
solche Masten eben leider immer an sich haben. Das Heulen und Zerren
des Windes an der Stahlkonstruktion verstärkt noch unser
Kältegfühl. Am besten wir suchen wieder
gemütlichere Gefielde auf. Jetzt kann sich Tagan ganz
entspannt hinter´s Lenkrad setzen und das Auto
abwärts rollen lassen. Als ein Stück tiefer die
ersten Pflanzen wieder auftauchen, wird es gleich viel angenehmer. Auch
der Wind ist nicht mehr zu spüren.


Bild
787 + 788:
Auf dem Rückweg vom Tulu Dimtu
Jetzt können wir auch ein paar Stopps einbauen und durch die
Landschaft wandern. Tagan muss keine Angst mehr haben, den Berg
womöglich rückwärts nach unten zu
verlassen.




Bild
789 - 793:
Verschiedene Pflanzen im Geröll - Ein unendlicher Steingarten!
Dann plötzlich die wichtige Entdeckung des Tages. Henok hat
doch tatsächlich mit seinen Adleraugen den ersten Wolf in der
Ferne ausgemacht. Ehe wir so richtig nachvollziehen
können, welcher Punkt in der Landschaft der richtige ist, hat
er schon wieder so einige Meter zwischen uns gebracht.

Bild
794: Wo ist
der Äthiopische Wolf?

Bild
795: Und
tatsächlich, da ist er.


Bild
796 + 797:
Wo ist
er nur hin??
Kurz darauf hat ihn die unendliche Landschaft wieder verschluckt. Wir
können ihn nirgends mehr entdecken. Er kann sich nur irgendwo
zwischen den riesigen Steinen versteckt haben, die weit verstreut auf
dem Plateau herumliegen.









Bild
798 - 806:
Verschiedene Pflanzen, Moose und Flechten überall
Der Wolf bleibt verschwunden, aber noch ist ja der Tag nicht zu Ende.
Fahren wir weiter die "Tulu Dimtu Piste" hinunter, bis wir wieder auf
die Sandstraße kommen, die in südwestliche Richtung
nach Rira führt. Wir werden in diese Richtung noch ein
Stück weiter bis ans Ende des Sanetti Plateaus fahren.




Bild
807 - 810:
Zwischen "Tulu Dimtu Piste" und Tuluke Viewpoint
Südwestlichster Punkt auf dem Sanetti Plateau auf der
Straße in Richtung Rira ist der Tuluke Viewpoint. Dort geht
es wieder über Serpentinen abwärts und die Vegetation
wechselt zu Baumheide und anderen höheren
Pflanzenarten. Bis zu diesem Aussichtspunkt werden wir noch vordringen,
bevor wir wieder in Richtung Goba zurück fahren.


Bild
811 + 812:
Kurz vor dem Tuluke Viewpoint an der Kante des Sanetti Plateaus
In den tiefer gelegenen Tälern am Rande des Sanetti Plateaus
stauen sich die Wolken und verändern ständig ihr
Aussehen. Eigentlich dachten wir, dass wir gleich im allgemeinen Nebel
verschwinden, doch das beeindruckende Wolkentheater bleibt zum
Glück und unglaublicher Weise an der Kante des Plateaus stehen.

Bild
813: Am
Tuluke Viewpoint (3.810 m) am Ende des Sanetti Plateaus









Bild
814 - 822:
Wolkenspiele am Tuluke Viewpoint
Hier ist es wieder ungemütlicher als direkt auf
dem Plateau. Starke Winde blasen über die Kante aber die
Wolken kommen trotzdem nicht darüber hinweg. Es scheint, als
würden sie sich in einer bestimmten Höhe immer wieder
auflösen. Auch wenn die Ferne den Blicken weitestgehend
verborgen bleibt, ist es trotz oder gerade wegen der Wolken ein
spannendes Szenario.





Bild
823 - 828:
Pflanzen und Flechten am Tukule Viewpoint
Bild
825 + 826:
Baumheide

Bild
829: ...
noch ein letzter Blick zurück und weiter geht´s
Nun geht es wieder zurück auf dem Weg den wir gekommen sind.
Wir werden aber noch ein paar seitliche Abstecher probieren, um
vielleicht auch noch den einen oder anderen Wolf vor die Linse zu
bekommen. Zeit haben wir genügend, denn der halbe Tag
liegt eigentlich noch vor uns.



Bild
830 - 832:
... zirka 30 Minuten später auf dem Rückweg
Immer wieder leuchten verschiedene Pflanzen zwischen den Steinen
hervor, die uns stets zu einem Stopp veranlassen. War dort gerade ein
Wolf? Nein, leider wieder nur ein rötlicher Stein im
Gelände, der sich nicht von der Stelle rührt.
Dafür gibt es aber ständig andere interessante
Gewächse zu bewundern.




Bild
833 - 838:
Die Distelregion
Bei diesen Disteln könnte man manchmal denken, man hat einen
Kaktus vor sich. Erst wenn man sich die Pflanzen aus der Nähe
genau ansieht, offenbart sich ein Distelgewächs.






Bild
839 - 846:
Weitere Pflanzen
Bild
844 + 845:
Verwitterter Samenstand und Stiel einer Lobelie
Auch wenn die Landschaft recht karg auf den Betrachter wirkt, gibt es
ständig etwas neues zu entdecken. Also einfach das Auto
verlassen und ab und zu ein Stück in die Natur eintauchen. Wer
das nicht tut wird die Vielfältigkeit dieser Region kaum
entdecken.




Bild 847 - 851:
Wandern ist viel schöner als fahren ;-)
Bald haben wir den größten Teil der Straße
in Richtung Goba auf dem Sanetti Plateau hinter uns gebracht und biegen
in eine Geröllpiste nach links ab. Es geht ein wenig
bergauf durch unübersichtliches Gelände, und das ist
offenbar unser Glück. Als unser Auto gerade über eine
Kuppe kraxelt und sich der Blick in eine dahinter liegende Senke
eröffnet, stehen plötzlich beiderseits des Weges
einige Wölfe. Jeder sieht einen Wolf und jeder an einer
anderen Stelle. Man weiß gar nicht so recht, wo man zuerst
hinsehen soll. Besonders ängstlich sind die Tiere nicht,
versuchen aber zielstrebig und ohne besondere Eile den Abstand zwischen
sich und uns zu vergrößern.





Bild
852 - 857:
Der Äthiopische
Wolf / The
Ethiopian Wolf (Canis simensis)
Das auch als Äthiopischer Schakal oder Abessinischer Fuchs
bekannt gewordene Tier, ist der seltenste Wildhund den es gibt. Lange
war sich die Fachwelt nicht einig, ob es nun ein Wolf ist oder nicht.
Der nur in diesen Höhenlagen von Äthiopien und
Ostsudan lebende Wolf ernährt sich zu 96% von
Mäusen, Maulwurf- und Grasratten. Wer genau hinsieht,
kann
hier
vielerorts den total von Ratten durchlöcherten Boden sehen.
Verhält man sich eine Zeit lang ruhig, sieht man sie nicht
selten aus ihrem Bau schauen. Ab und zu fällt dem Wolf auch
einmal
ein Hase zum Opfer. Das sind dann aber auch schon die
größten und selteneren Beutetiere. Wegen dieser
Nahrungsgrundlage ist der
Wolf auch keine Gefahr für die Großtiere der Hirten.
Aber umgekehrt sieht es leider trotzdem anders aus. Die
größte Bedrohung für die Wölfe
sind die von Hirtenhunden eingeschleppten Krankheiten wie Staupe
und Tollwut, die sie bis an den Rand der Ausrottung gebracht
haben. Inzwischen gibt es mehrere Schutzprogramme, die sich
für das Überleben des Wolfes engagieren. Leider war
bisher die Immunisierung der Wölfe gegen die Tollwut mittels
Schluckimpfung über ausgelegte Köder in
Äthiopien nicht zugelassen, was zu schier
unüberwindlichen Problemen beim Schutz der Tiere
führt. Momentan wird der Bestand der Art auf nur noch
500 Tiere geschätzt.
Wer mehr zum Äthiopischen Wolf sehen möchte, dem
seien
die fantastischen Aufnahmen von Will
Burrard-Lucas auf seiner Website
empfohlen.


Bild
858 - 860:
Auf Hasen und Grasratten sind aber nicht nur die Wölfe scharf.
Bild 860:
Junger Augurbussard
/ Augur
buzzard
Besser konnten wir es nun wirklich nicht treffen, wenn man auf
Zufallssichtungen angewiesen ist und sich nicht erst lange mit
einheimischen Führern zu Fuß auf die Pirsch begibt.
Wir hatten wirklich großes Glück. Erst vor ein paar
Minuten haben wir ein anderes Auto getroffen, dessen Insassen den
ganzen Tag noch keine einzige Wolfssichtung hatten. Zufrieden kehren
wir zur Hauptstraße zurück und fahren weiter in
Richtung Goba.

Bild
861: Wir
nähern uns langsam wieder dem nordöstlichen Ende des
Plateaus
Unser letzter Stopp ist an den kleinen Seen und der Funkstation am
nordöstlichen Ende des Sanetti Plateaus. Von hier hat man auch
eine schöne Aussicht auf den weiteren Verlauf der
Sandstraße in Richtung Goba.

Bild
862:
Gewässer gegenüber der Funkstation








Bild
863 - 870:
Ausblicke vom Fuß der Funkstation in nord- und
nordwestliche Richtung
Die Rückfahrt nach Goba geht dann leider viel schneller als
gedacht. Viel zu schnell! Als wir am Hotel eintreffen ist es erst 14:30
Uhr. Leider hat der Regen hier auch noch nicht ganz aufgegeben. Wenn
wir
das vorher gewusst hätten, wären wir noch ein paar
Stündchen länger in den Bergen geblieben. Bei dem
schlechten Wetter im Ort herumzuwandern haben wir auch keine Lust,
zumal es keine Anregungen für mögliche Ziele gibt und
das nähere Hotelumfeld für ein Entdeckungsspaziergang
wenig vielversprechend aussieht.




Bild
871 -
874: Goba
Wabe Shebelle Hotel (vergleiche Bild 745
in Teil
6)
Bild
871:
Das zentrale Empfangsgebäude
Bild
873:
Pavillons für Außenempfänge im Park
zwischen Straße und Hotelgebäude
Bild
874:
Der südliche Innenhof
Also bleibt leider nur noch übrig uns in aller Ruhe
auf´s Abendbrot und den nächsten Tag vorzubereiten,
sowie etwas Reiselektüre zu lesen. Schade, aber was will man
machen.
Morgen haben wir mit 447 km eine lange
Strecke vor uns, die zirka 7 Stunden Fahrzeit kosten wird.
Also hat Tagan wieder viel zu tun, was wohl auch ein Grund für
die heutige frühe Heimkehr war. Wir fahren dabei wieder nach
Norden zur Straße 90 zurück und begeben uns dann
nach Westen in Richtung Shashemene, auf denselben Weg den wir gestern
gekommen sind. Erst kurz hinter Dodola
biegen wir nach Norden in Richtung Assela
ab. Dann fahren wir auf der Straße 9 weiter bis Adama,
wo wir auf die Straße 1 nach Nordosten in Richtung Awash
abbiegen. Wenn alles gut klappt, werden wir hoffentlich noch vor dem
Sonnenuntergang in Awash eintreffen.
Unterwegs werden wir ganz sicher wieder einige Eindrücke zu
sammeln haben.
Also dann bis morgen früh an dieser Stelle!
Copyright: www.reggaestory.de
Fotos: Marion & Peter Joachim
Text + Videos: Peter Joachim
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