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Venedig
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14.10.2024 - FREMDHEIT ALS APPELL ZUR BEGEGNUNG
Afrikanische Gegenwartskunst bei der Biennale Arte in Venedig


Text und Fotos: Werner Zips & Angelica V. Marte

„Fremde kennen zu lernen, ist eine verlorene Kunst, die wir wiedererlernen sollten. Dazu kann Kunst einen Beitrag leisten.“
Danielle Freakley, Seychelloise-Australische Künstlerin bei der Biennale

Biennale 2024
Die 60. Biennale vom 20. April bis 24. November 2024 kann ohne Übertreibung als Bahn und Bann brechend für Afrikanisches, Indigenes und anderes globales Kunstschaffen verstanden werden. Noch nie stand nicht-westliche Kunst so sehr im Mittelpunkt einer Biennale di Venezia. Wir wollen vor allem auf Afrika und ihre Diaspora fokussieren, was auch mit den Schwerpunkten von Reggaestory.de zusammenhängt. Für alle, die es nicht geschafft haben, selbst nach Venedig zu kommen, sollen die folgenden Beschreibungen und Bilder zumindest einen Eindruck vermitteln.

Stranieri Ovunque

Die diesjährige Biennale ist eine Kunstausstellung der Begegnungen mit dem Fremden, bis hin zum noch Unbekannten in einem selbst. Sie hinterfragt die Ebene der historischen und gegenwärtigen Beziehungen von Fremdheit, die weder vor den globalen Dimensionen des Kolonialismus, Imperialismus, der Sklaverei und der Migration noch vor der eigenen Person haltmacht. Ihr Thema „Stranieri Ovunque – Fremde Überall“ ist Anspruch, Konzept und Denkanstoß zugleich. Sie erfordert eine Reise nach Venedig – die inoffizielle Welthauptstadt des Tourismus seit alters her. Im weiteren Sinn braucht es aber eine viel weitere Reise in jene Erfahrungswelten, die bisher hinter dem Schleier der Exotik und des Exotismus weitgehend verborgen blieben.

Die erste banale Dimension überfällt die Ankömmlinge bereits am Hauptbahnhof Santa Lucia im Koffergeschiebe Körper an Körper. Sie setzt sich im überfüllten Vaporetto mit dicht gedrängten, schwitzenden Leibern „aus aller Herren Länder“ fort, um einen veralteten Begriff zu verwenden, der auf die Herrschenden oder Machthaber anspielt, die sich eine solche (freiwillige) Reise leisten können. Das lässt die Alltagserfahrungen der rund 50.000 Einheimische zählenden Lagunenstadt mit ihren in der Hochsaison bis zu 165.000 Besucherinnen und Besuchern täglich erahnen. Fremde überall – das passt in Venedig wie die doppelsinnige Faust aufs Auge.

Diesen Bezug stellt der brasilianische Kurator der Biennale, Adriano Pedrosa, ganz bewusst her. Der künstlerische Leiter des Kunstmuseums von São Paulo ließ sich bei der Themenwahl auch von dem anarchistischen Kollektiv Stranieri Ovunque aus Turin inspirieren, das Anfang der 2000er Jahre gegen Rassismus und Xenophobie auftrat. In seinen Worten bezieht sich diese (selbst-)kritische Dimension auf die unterschiedliche Bewegungsfreiheit und die differenten Lebensbedingungen über Staaten, Nationen, Territorien und Grenzen hinweg:

„In (den damit verbundenen) Krisen spiegeln sich die Gefahren und Fallgruben, die mit Sprache, Übersetzung und Nationalität verbunden sind. Sie unterstreichen jene Unterschiede und Ungleichheiten, die durch Identität, Nationalität, Rasse, Geschlecht, Sexualität, Freiheit und Wohlstand bedingt sind. In diesem Panorama hat der Titel „Fremde Überall“ mehrere Bedeutungen. Erstens, dass man, egal wo man hingeht und wo man ist, immer auf Fremde trifft – sie/wir sind überall. Zweitens, dass du, egal wo du dich befindest, immer, tatsächlich und tief im Inneren, ein Fremder bist.“

Ambivalenzen in Bewegung

Für Pedrosa kann der Ausdruck „Fremde Überall“ aber auch ein Motto, einen Slogan, einen Aufruf zum Handeln und einen Aufschrei der Begeisterung, Freude oder Furcht bedeuten. Darüber hinaus bezieht sich der Titel auch auf die heutige (Politik der) Angst in Europa und anderswo vor wachsenden Flüchtlingsbewegungen. Wer in manchen dieser Bezüge Reizworte wiederfindet, dem sei diese Kunstreise vielleicht besonders ans Herz gelegt. Die Ausstellung kommt (weitgehend) ohne erhobene Zeigefinger und moralistische Hochtöne aus, die das menschliche Gehör bei heutigen Debatten bisweilen überfordern. In ihrem Mittelpunkt stehen zwar Identitäten und deren historisch vorbelastete Beziehungen, aber ohne die Kurzschlüsse der Identitätspolitik, die das (jeweils) Eigene mit dem Guten und unfehlbar Richtigen gleichsetzt. Dazu einige wenige Schlaglichter, die das eigene Erkunden der insgesamt 331 beteiligten Kunstschaffenden und zahlreichen Events im Umfeld der Biennale keinesfalls beschränken wollen.

Von dieser Welt

Beginnen wir chronologisch in der Eingangshalle zum Arsenale, das explizit dem Thema gewidmet ist. Umrahmt von den vielfarbigen und vielsprachigen Neonschriftzügen zu Stranieri Ovunque von Claire Fontaine begegnet einem die lebensgroße Skulptur „Refugee Astronaut VIII“ von Yinka Shonibare. Mit ihrem afrikanischen Gewand ruft sie Assoziationen an Bootsflüchtlinge aus Afrika hervor, die ein prall gefüllter Rucksack irdischer Besitztümer und eine Art Taucherhelm mit Sauerstoffflasche zu einer Allegorie auf drohende Umweltkatastrophen und humanitäre Krisen verdichtet.

Biennale 2024

Refugee Astronaut VIII“ von Yinka Shonibare

Wie so oft bei dieser zugespitzt interaktiven Biennale lohnt es sich bei dem Kunstwerk zu verweilen, nicht nur um den Begleittext zu seinem vieldeutigen Gehalt zu lesen, sondern vor allem, um die unterschiedlichen Reaktionen der Besucher auf dieses Entrée wirken zu lassen. Frei nach dem Zitat ‚Ist das Kunst oder kann das weg?‘, schlendern nicht Wenige achtlos an Shonibares Flüchtlingsastronauten vorbei, als wäre die Skulptur eine Art Wegweiser. Das Werk steht exemplarisch für die zentralen Themen der Migration und Entkolonialisierung. Ebenso wie die Auswahl der Kunstschaffenden, die – laut Adriano Pedrosa (im Ausstellungskatalog) – überwiegend selbst Fremde, Immigranten, Expats, diasporisch, émigrés, Exilierte, oder Flüchtlinge sind.

Mainstreaming African Art

Gemäß unserem selbstgewählten Schwerpunkt konzentrieren wir uns auf Kunstschaffende aus Afrika und der Afrikanischen Diaspora. Das ist bei dieser Biennale im bisher ungekannten Ausmaß möglich. Nicht weniger als 18 von insgesamt 87 nationalen Pavillons präsentieren Kunst mit Afrikanischen Perspektiven. Neben den im engeren Sinn afrikanischen Länderausstellungen von Ägypten, Äthiopien, Benin, der Demokratischen Republik Kongo, Kamerun, Nigeria, der Republik Côte d'Ivoire, Senegal, Seychellen, Simbabwe, Südafrika, Tansania und Uganda, sind das Frankreich, Großbritannien, Kanada, die Niederlande und Portugal. Jamaika repräsentieren Arbeiten von Osmond Watson und Edna Manley, die dem berühmten – und auch im Reggae ungemein einflussreichen – Edna Manley College of the Visual and Performing Arts ihren Namen gab. Im Verein mit dem allgegenwärtigen indigenen Fokus und anderen Aspekten der Diversität versteht sich die Biennale als enthusiastischer Aufruf zur kulturellen Diversität und der Befruchtung von wechselseitiger Fremdheit.

Biennale 2024

The Influence of the Colonial Administration von Hako Hankson, Kamerun Pavillon

Biennale 2024

Elange Mbu Calendar von Jean Michael Dissake, Kamerun Pavillon

Biennale 2024

Korokoza Unlimited von Kombo Chapfika, Simbabwe Pavillon

„Endlich sind zeitgenössische Kunstformen aus Afrika, Asien und allen anderen Teilen der Welt bei der Biennale, vielleicht dem europäischen Epizentrum für Gegenwartskunst angekommen“, meint Professor Thomas Fillitz, Experte für afrikanische Kunst und Biennalen in Afrika. Für ihn steht die Körperlichkeit eines alle Sinne umfassenden Einlassens auf die Fremdheitserfahrung mit dem Anderen im Vordergrund: „Wenn wir dieses körperliche Erleben, von dem so viele Kunstschaffende in Afrika reden, nicht zulassen und immer nur Vergleiche zu europäischer oder US-amerikanischer Kunst herstellen, versäumen wir das Entscheidende, nämlich das Nachempfinden und den Perspektivenwechsel.“

Dekolonisierung durch Kunst

Dem könnte Julien Creuzet, der mit seiner multi-medialen Kunst den gesamten französischen Pavillon in den Giardini innen wie außen bespielt, durchaus zustimmen.

Biennale 2024

Biennale 2024

Julien Creuzet, Französischer Pavillon

Schon mit der Verlegung der französischen Pressekonferenz auf die Karibikinsel Martinique gelang ihm ein Ausrufezeichen zur Dekolonisation zu setzen und die bisherige Gewissheit von Zentrum und Peripherie auf den Kopf zu stellen. Seine Wahl des Hauses von Édouard Glissant, des wohl berühmtesten Philosophen und Autors Martiniques – eines Vordenkers des postkolonialen Denkens in der Karibik – unterstrich die Umkehrung eingespielter kultureller Hierarchien. Geboren in Le Blanc-Mesnil in der Nähe von Paris, erkennt er in der afrikanisch-karibische Herkunft die Inspirationsquelle seiner Kunst. Das mag sich auch in den mächtigen Dreadlocks ausdrücken, die seine äußere Erscheinung in Szene setzen. In der körperlichen Erfahrung von Kunst sieht er den entscheidenden Zugang:

„Für mich war es notwendig hierher nach Martinique zu kommen. Meine Kunstschule waren die Bilder und Landschaften, die uns hier umgeben. Sie sind Teil unseres Selbst, in unseren Körper eingeschrieben, in unserem Blut, unserer DNA. Ich kann kaum erklären, was sich in diesem französischen Pavillon finden lässt, aber es wendet sich an den Körper. Du brauchst Wachheit all Deiner Sinne, um zu erkennen, was darin zu sehen und zu erfahren ist. Wie wir in unserer Jugend, als wir im Regenwald nach einer Vogelspinne Ausschau hielten, die im dichten Blätterwerk praktisch unsichtbar ist.“

Biennale 2024

Biennale 2024

Julien Creuzet, Französischer Pavillon

Das symbolisiert das frei erhältliche Ausstellungsposter, das auf der Vorderseite eine Tarantel zeigt und auf der Rückseite Natur bezogene Gedichte von Julien Creuzet. Sein Gesamtkunstwerk aus Installationen, Videowänden, Bildhauerei, Gerüchen, Tönen, Musik und Poesie ruft die sinnliche Erfahrung der Natur hervor und ihrer Zerstörung durch den Menschen. Besonders drastisch dargestellt in einer Video-Animation, in der sich eine Meeresschildröte immer und immer wieder in einem sogenannten Geisternetz verfängt. Verstrickung und Entwirrung, die beiden miteinander vielfach verbundenen Elemente betreffen sowohl die Mensch-Umweltbeziehungen als auch die Nachbeben der Kolonisation. Der multi-mediale Pavillon des martiniquanisch-französischen Kunstschaffenden berührt so viele Sinnes- und Wahrnehmungswelten, dass sich ein Besuch von mehreren Stunden empfiehlt.

Biennale 2024

Julien Creuzet, Französischer Pavillon

Fragilität und Stärke

Im Landespavillon des westafrikanischen Benin werden diese ökologischen und sozialen Themen durch den Fokus auf die vitale Rolle von Frauen bei der Erhaltung und Erneuerung sozialer Einheit ergänzt. Das vielsagende Motto “Alles Wertvolle ist zerbrechlich” gipfelt in der Frage, ob diese Fragilität eine Stärke oder Schwäche darstellt. Die Arbeiten der Künstlerin Moufouli Bello zeigen selbstbewusste Frauen als Rückgrat der Gesellschaft. Im Mittelpunkt des Pavillons steht eine begehbare, aus leeren Benzinkanistern gebaute Rundhütte, die vor dem Hintergrund der Yoruba Traditionen die ephemere Natur jeglicher Existenz, von Menschen, Pflanzen und Tieren anspricht. Im Verlust von Biodiversität wird die menschliche Verantwortung für das große Ganze sichtbar gemacht.

Biennale 2024

Biennale 2024

Ase von Romuald Hazoumè, Everything Precious is Fragile, Benin Pavillon

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Egbé Mojisola von Moufouli Bello, Everything Precious is Fragile, Benin Pavillon

Um ähnliche Beziehungen geht es auch in der Monumentalkunst des senegalesischen Künstlers Aliou Diagne. Er bespielt den Pavillon seines Landes im Arsenale. Auf bis zu 10x4 Meter großen Werken zeigt er in seiner einzigartigen Puzzle-ähnlichen Technik wie unbewusste Zeichen zu dynamischen Gemälden einer voranschreitenden Bewusstwerdung und Wahrnehmung werden. In der Landessprache Wolof heißt sein Projekt Bokk, was so viel heißt wie Bande oder Verbindungen. Es appelliert an den Gedanken der Einheit angesichts der planetaren Herausforderungen vor allem in Folge des Klimawandels. Aus der Nähe betrachtet, vermitteln seine Bilder einen abstrakten Eindruck, erst aus einigem Abstand verschmelzen sie zu Szenen des Alltagslebens im Senegal. Davor liegt wie hingestreut eine in der Mitte auseinandergebrochene Piroge. Der Bruch dieses für die illegale Migration nach Europa verwendeten Fischerbootes ist vieldeutig, lässt an gestrandete Flüchtlinge denken, in tieferer Bedeutung aber auch an zerbrochene Träume und gebrochene Versprechungen.

Biennale 2024

Bokk – Bounds von Aliou Diagne, Senegal Pavillon

Davon könnte Tesfaye Urgessa ganze Bände von seiner Arbeit als Übersetzer in deutschen Flüchtlingsunterkünften erzählen. Seine Solo-Ausstellung im prestigeträchtigen Palazzo Bollani, einem Ausstellungs- und Konferenzzentrum nur fünf Gehminuten vom Piazza San Marco entfernt, nennt sich Prejudice and Belonging (Vorurteil und Zugehörigkeit). Der gesamte äthiopische Pavillon ist dem gebürtigen Äthiopier, der seit 2009 in Deutschland lebt, gewidmet. Seine großformatigen Kunstwerke und Detailstudien zeigen tiefe menschliche Emotionen, die manche mit Leid und Verlust assoziieren mögen. Auf der Webseite des Landes Pavillons widerspricht Urgessa dieser einseitigen, einem Vorurteil geschuldeten Lesart. „Viele meinen, dass ich auf meinen Leinwänden Opfer male, aber es ist völlig anders. Meine Figuren besitzen alle möglichen Gefühle, Zerbrechlichkeit genauso wie Selbstbewusstsein. Es sind Figuren, die ich ohne jedes Werturteil präsentiere. Sie sagen ‘so bin ich, das ist es, was ich bin’.”

Biennale 2024

Biennale 2024

Tesfaye Urgessa, Äthiopischer Pavillon

Erzähler der eigenen Geschichte

“Diese Biennale macht einen Unterschied“, sagt Tanaka Marawu, der verantwortliche Restaurator des Pavillons von Simbabwe, „sie zeigt, dass wir in Afrika verstanden haben, dass wir uns selbst repräsentieren müssen, um der Welt unbekannte Narrative über unsere Gemeinschaften näher zu bringen.

Biennale 2024 - Tanake Marawu

Wir sind nicht mehr länger nur Passagiere auf unserem eigenen Schiff, sondern bestimmen den Kurs. Als Erzähler unserer eigenen Geschichte.“ Dass es sich dabei um eine Geschichte des Kontakts handelt, die alles andere als gleichberechtigt war, bringen die Werke von Moffat Takadiwa auf den Punkt. Seine großformatigen Installationen hauchen Abfallprodukten wie alten Zahnbürsten, Schreibmaschinentastaturen und Knöpfen neues Leben ein.

Biennale 2024

Biennale 2024

Just Delete von Moffat Takadiwa, Simbabwe Pavillon

Biennale 2024

Dudu Muduri von Moffat Takadiwa, Simbabwe Pavillon

Die Installation Landumverteilung (Land Redistribution), die auf Simbabwes jüngere Geschichte der Landenteignung weißer Farmer anspielt, besteht aus alten Knöpfen und Ähnlichem. Kuverts liegen bereit, in denen sich die Besucher einige Knöpfe als ein Stück Simbabwe mitnehmen dürfen. „Afrika wurde eine zentrale Müllhalde der Welt“, meint dazu Tanaka Marawu, „doch jetzt verschiffen wir große Kunstwerke aus genau diesen Abfällen zurück nach Europa. Takadiwas Arbeiten sind bis zu 200.000 Euro wert, aber ihr eigentlicher Wert liegt in ihrem Beitrag zu einer besseren und humaneren Welt. Das zeigt, wie mächtig visuelle Kunst bei der Verbindung unserer Gesellschaften sein kann.“

Biennale 2024

Land Redistribution von Moffat Takadiwa, Simbabwe Pavillon

Biennale 2024

Music is a healer von Kombo Chapfika, Simbabwe Pavillon


Laufzeit der Biennale Arte: 20.04. bis 24.11. 2024

Tagesticket: 30 Euro
3-Tageskarte: 40 Euro
Wochenkarte: 50 Euro für Erwachsene für 1 Eintritt in den Giardini und 1 Eintritt im Arsenale, bei freiem Eintritt in den Länder-Pavillons

Buch-Tipp zu Afrikanischer Gegenwartskunst und der Biennale in Dakar/Senegal:

Ugochukwu-Smooth C. Nwezi & Thomas Fillitz: Dak’Art. The Biennale of Dakar & the Making of Contemporary African Art (Routledge 2021).
Dak'Art

Copyright: www.reggaestory.de
Text und Fotos: Werner Zips & Angelica V. Marte

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