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JAH
CURE - LIFE WE LIVE EUROPEAN TOUR
01.11.2014 - YAAM Berlin

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Kürzlich war Jah Cure auf seiner
ersten richtigen Europatour mit einer eigens für ihn
zusammengestellten Band unterwegs. Davor gab es leider nur diverse
Einzel- und Festivalauftritte. RAS Records Gründer Gary "Dr.
Dread" Himelfarb ist seit einiger Zeit Jah Cures neuer
Manager und will wieder frischen Wind in Cures etwas
erschlaffte Segel blasen. Auch muss Jah Cure noch lernen, wie man sich
auf Clubtouren präsentiert. Sein Tourstart in Hamburg zeigte
das leider überdeutlich. Nach nur 50 Minuten hatte ihn schon
der Elan verlassen und die Massive blieb fassungslos und allein in der
Dancehall zurück. Nach 15 Minuten hatte ihn das Management zum
Glück
wieder in die Spur gebracht.
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Leider war dann aber
schon die Hälfte der Fans gegangen und konnten die
20-minütige Fortsetzung der Show nicht mehr miterleben. Das
weckt
unangenehme Erinnerungen an seinen letzten Berliner Auftritt von 2009,
wo er schon nach reichlich 20 Minuten seine Fans im Stich
ließ. In Dortmund klappte es zum Glück schon ohne
Nachhilfe.
Hier der
2014er Europa-Tourplan:
30.10.2014 - Deutschland - Hamburg - Fabrik
31.10.2014 - Deutschland - Dortmund - D.-Keuning-Haus
01.11.2014 -
Deutschland - Berlin - YAAM
02.11.2014 - Niederlande - Amsterdam - Reggae Hours 2014
04.11.2014 - Niederlande - Groningen - Huize Maas
05.11.2014 - Schweden - Malmö - Moriska Paviljongen
06.11.2014 - Norwegen - Oslo - John Dee
07.11.2014 - Schweden - Stockholm - Nalen
08.11.2014 - Finnland - Helsinki - Teatteri Forum
10.11.2014 - Belgien - Antwerpen - Petrol
12.11.2014 - Niederlande - Arnheim - Luxor Live
13.11.2014 - Schweiz - Bern - Glaskessel
14.11.2014 - Schweiz - Genf - Maison Des Associations
(15.11.2014 - Frankreich - Toulouse - Next Club) - verlegt
16.11.2014 - Schweiz - Zürich - Escherwyss
17.11.2014 - Österreich - Wien - Reigen
20.11.2014 - Frankreich - Rouen - Le Crooner
21.11.2014 - Frankreich - Paris - Glazart
22.11.2014 - Frankreich - Toulouse - Next Club
23.11.2014 - Frankreich - Bordeaux - Rock School Barbey
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Hoffen
wir, dass auf allen anderen Stationen das Programm zur Zufriedenheit der
Fans über die Bühne gegangen ist und Jah Cure gelernt
hat, die zirka 90-Minuten-Show-Erwartung der Clubbesucher zu
befriedigen.
Hier
ein paar Eindrücke aus dem Berliner YAAM.
Als wir eintreffen sieht es ungewohnt leer vor dem YAAM aus. Wo
früher diverse Händler mit ihren Shops standen, ist
jetzt freie Sicht auf die Spree. Auch Vido Jelashe hatte dort seinen
kleinen Laden. Seine unerwartete Freizeit muss er nun damit
auffüllen, um sicher zum 100sten Mal die unverhoffte
Abbruchgeschichte seinen Freunden zu erzählen. Die
Begründung dafür überrascht uns schon ein
wenig, wir sind aber überzeugt, dass sich bald eine positive
Ersatzlösung finden wird. Man ist eben noch in der Gestaltungsphase.
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Indoor hat die Buxna Artist Agency, einen
Merchandise Shop für die Jah Cure Fans aufgebaut. Wer noch
Bedarf an Shirts, Alben oder anderen Dingen hat, kann sich hier
ausreichend eindecken. Extra für die Tour wurden Rolling Papers
mit dem Cover von Jah Cure angefertigt. Die inzwischen sehr gefragten
Künstler Rolling Papers von Ziggi aus
Slowenien, gibt´s als Bonus bei jedem Einkauf dazu. Als neues
Sammelgebiet kann man auch als Nichtraucher durchaus Verwendung
dafür finden.
Die Geschichte von Siccaturie Alcock, alias Jah Cure, soll an dieser
Stelle nicht noch einmal aufgewärmt werden. Hierzu ist schon
ausgiebig in allen möglichen Medien und auch auf dieser Seite
berichtet worden. Der inzwischen 36-jährige Jamaikaner, trat
am 05. Juli 2008 erstmalig in Deutschland und auf dem
Summerjam in Köln auf. Sechs Alben stehen bereits auf dem
Konto von Jah Cure, drei vor und drei nach seinem Neuanfang vom
28.07.2007.
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Dabei
noch zahlreiche Hits, ausgerechnet aus dem General Penitentiary von
Kingston heraus zu landen, soll ihm erst einmal jemand nachmachen.
Nicht ohne Stolz kann Jah
Cure von sich behaupten, dass er der erste Reggae-Artist ist, der im
Rahmen des Programms „Rehabilitation Through
Music“, einen Nummer 1 Hit gelandet hat. Nach dem
2009er Album "The
Universal Cure", ist es aber etwas ruhiger um ihn geworden. Sein
letztes, im Jahr 2012 veröffentlichtes Album "World Cry", kann
nicht so recht die Hitlinie von Jah Cure fortsetzen. Man darf gespannt
sein, welches Ergebnis der neue Einfluss von Gary Himelfarb, alias
Doctor Dread, haben wird.
Der bekannte Musikproduzent und Gründer von RAS Records (1979)
ist inzwischen auch noch in der Lebensmittelbranche tätig und
macht mit seinen Doctor
Dread´s Famous Jamaican Jerk von sich reden. Nach
dem Verkauf
von RAS Records waren eben neue Betätigungsfelder gefragt. Auf
der Tour merkt man aber wenig davon. Eigentlich
könnte man dabei werbestrategisch so einiges verbinden und am
Merchandise etwas aufstocken. Nun ja, später vielleicht. Mit
Jah Cure zu touren, ist offenbar Auslastung genug.
Gegen 22:40 Uhr ist es schließlich so weit und die IyahCure
Band nimmt mit folgender Besetzung die Bühne in Beschlag:
Tamekia "Tammi T" Moncrieffe (Vocal), Ruel "Klyve" Moncrieffe (Vocal),
Damian "Bass Line" Gordon (Bass), Ortel "Sala" Clarke (Drums), Denver
Smith (Percussions), Orlando "Bounty" Vaughn (Keyboard) und Llamar
"Riff Raff" Brown (Keyboard).
Bevor sich Tammi T und Klyve in ihrer Hauptfunktion als
Backgroundsinger einordnen, gibt´s zur Aufwärmung ein
paar Solostücke der beiden. Als Moderator
eröffnet Percussionist Denver Smith die Show.

Tammi T und
Percussionist Denver Smith

Klyve und
Tammi T


Auch Tamekia "Tammi T" Moncrieffe und Ruel "Klyve" Moncrieffe sind
heute nicht zum ersten Mal in Berlin. Bereits vor zwei Jahren waren sie
bei Etana
für den Backgroundgesang zuständig und im
YAAM zu Gast. Klyve hat sich kaum verändert, aber bei
Tammi T macht die veränderte Frisur die Wiedererkennung schon
etwas schwierig.




Nach reichlich 10 Minuten Erwärmung wird es dann aber Zeit
für Jah Cure, der weiß wie die Unschuld mit dem
entsprechenden Hemd auf die Bühne kommt. Auf der Brust
trägt er einen großen silbernen Lion of Judah und
die Dreads sind noch wohl verpackt in einer dunklen
Strickmütze verborgen. Dort bleiben sie aber nicht sehr lange.



Jah Cure
Live
Video: Jah
Cure - 1/7 - Sunny Days
Nach „Sunny Days“ geht´s gleich
weiter mit „Call On Me“, eine
seiner schönsten Balladen. Wenn jetzt noch Phyllisha auf die
Bühne käme ..., das wäre doch mal was!
Leider muss es aber wieder ohne weibliche Begleitung gehen. Nahtlos
geht es über in „You´ll Never
Find“ und „That Girl“.




Live
Video: Jah
Cure - 2/7 - Call On Me + You´ll Never Find + That Girl
Mit „All Of Me“, gibt´s gleich
danach die nächste
Schmuserunde, die unter die Haut geht. Es ist eine Cover-Version des
gleichnamigen 2013er Hit,
des US-amerikanischen R&B Musiker John Legend.
Das Stück passt natürlich wunderbar zu Jah Cure.





Live
Video: Jah
Cure - 3/7 - All Of Me
Neue Stücke wie diese braucht Jah Cure unbedingt. Es
stünde ihm
aber bedeutend besser, wenn es keine Cover-Versionen wären.





Ich bin mir heute nicht ganz einig. Irgendetwas fehlt in dieser Show -
weiß nur nicht was. In Vergleich zu früheren Shows,
gab´s schon einmal deutlich mehr Power. Jah Cure wirkt auch
irgendwie müde.
Live
Video: Jah
Cure - 4/7 - Trodding




Auch bei Gegenlicht können mit etwas Glück ganz
interessante Fotos glücken.
Live
Video: Jah
Cure - 5/7 - Same Way







Mit „Longing For“ und
„Unconditional Love“ geht es schließlich
in die Endrunde. Obwohl Jah Cure auch gesangliche
Unterstützung und Jubel aus dem Publikum bekommt und sogar die
Flaschenklopfer wieder aktiv geworden sind, scheint das alles ihn nicht
wirklich aufzumuntern. Zwischen den Titeln legt er dann noch sein Hemd
ab und ein
weißes Shirt mit einem Schlüssel und der Aufschrift
„To The Cure“, kommt zum Vorschein. Nach diesem
Song verlässt Jah Cure erst einmal die Bühne. Tammi T
und Klyve singen den Abspann und Percussionist Denver Smith ist jetzt
Dirigent und Moderator zugleich. Das wird´s zum
Glück aber noch nicht gewesen sein, immerhin werden
wir schon einmal gefragt, ob wir noch mehr von Jah Cure wollen.
Live Video: Jah Cure
- 6/7 - Longing For + Unconditional Love





Es dauert nicht lange, und es geht in den Zugabenblock. Mit
„What Will It Take My Love“ und der allseits
bekannten Fantan Mojah Compilation „Dem Nuh Build
Great Man“, gibt´s noch einmal einen
schönen und umjubelten Endspurt in der Show. Ein paar
gängige Hits von Jah Cure vermisse ich aber immer noch ... und
Bob Marley müsste er nicht gerade nachsingen, auch wenn Bob
Marley fast zum guten Ton jeder Bühnenshow
gehört.
Live
Vido: Jah
Cure - 7/7 - What Will It Take My Love + Dem Nuh Build Great Man


Inzwischen ist es 0:10 Uhr geworden. Mit dem Warm-up von Tammi T und
Klyve sind nun wirklich 90 Minuten zusammengekommen. Die
Showlänge hat sich also im Vergleich zu den Vortagen
gesteigert. Berlin kann zufrieden sein, und die Kurzshow von 2009 kann
ad acta gelegt werden.
Während die Musiker dabei sind die Instrumente einzupacken,
kommt Dr. Dread auf die Bühne und verkündet, dass
nunmehr Jah Cure am Merchandise für die Fans zur
Verfügung steht. Das führt
natürlich zu großem Gedränge am Shop. Jah
Cure kommt aus dem Signieren und Posen nicht mehr heraus. Die Nachfrage
lässt nicht nach. Jah Cure wird es nicht schaffen alle
Fans zu befriedigen.





Jah Cure und
Gary "Dr. Dread" Himelfarb am Merchandise
Jah Cure muss zwangsläufig irgendwann aufgeben. Sein
anschließender Weg zum Backstage wird von einem Fanpulk
begleitet, der natürlich nicht so schnell aufgeben will. An
der Tür zum Backstage findet der Strom sein
zwangsläufiges Ende und staut sich auf. "Dank" eines Mannes
vom Sicherheitsdienst, der völlig überfordert ist und
mit viel "Gefühl" agiert, schlagen die Wellen hoch. Im blinden
Eifer kommt es zu völlig unnötigen und
unschönen Szenen. Er hat sich irgendwie sein eigenes System
ersonnen, was zwangsläufig zu Drängeleien
führt. Backstagepässe interessieren ihn nicht
wirklich, was letztendlich auch uns trifft. Es muss sich erst die Band
einschalten und uns aus der Menge fischen. Vielen Dank noch einmal
dafür!

Jah Cure im
Backstage
Lange bleibt uns Jah Cure aber auch hier nicht erhalten. Die letzten
Tage haben ihn wohl etwas mitgenommen. Er ist müde und
möchte so schnell wie möglich schlafen gehen. Morgen ist ja auch schon wieder
Showtime, inklusive Standortwechsel nach Holland.
Weiterführende interessante Lektüre zu Jah Cure gibt
es unter anderem hier:

Riddim
Magazine Nummer 13 + 34 aus den Jahren 2004 und 2007

Mit bester Empfehlung von Jah Cure!
Nicht lange danach ist Jah Cure auch schon verschwunden. Die Band und
das Management stehen aber nach wie vor den Gästen zur
Verfügung. Sofern es noch Wünsche oder Fragen gibt, sind sie
in allen Dingen sehr um Unterstützung bemüht.
Auch wir verabschieden uns jetzt und verlassen den Backstagebereich.
Vor der Tür hat der Andrang nun etwas nachgelassen. Das Jah Cure
inzwischen wirklich gegangen ist und weiteres Warten vergeblich sein
wird, will man uns jedoch nicht so recht glauben.
Auf Wiedersehen bis zum nächsten Mal! Dann bei Rootz Underground und Protoje & The Indiggnation.
Copyright: www.reggaestory.de
Text + Videokamera: Peter Joachim
Fotos: Marion + Peter Joachim
Mein Dank geht an Christoph von Revelation Concerts, Tamara
Dasman von Headline Entertainment, das YAAM
Team und
natürlich ganz besonders an die Künstler des Abends. |
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